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Andreas Blinzler
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Pflege und Betreuung
"Gut aufgehoben sein" in einem Lebensabschnitt, der durch zunehmende Einschränkungen, abnehmende Mobilität und mancherlei Abschiede gekennzeichnet ist, erfordert neben einer fachlich qualifizierten Pflege immer den Blick auf den ganzheitlichen Menschen, mit dem wir es zu tun haben. Entsprechend des von uns gewählten Pflegemodells nach Monika Krohwinkel steht der Mensch in seiner Ganzheitlichkeit im Mittelpunkt unseres Handelns. Zu sehen, was ein Mensch noch kann und welche Fähigkeiten zu unterstützen und zu fördern sind, entspricht dem aktivierenden Grundsatz der modernen Pflegewissenschaft.Einen alten, pflegebedürftigen Menschen zu unterstützen, erfordert viel Einfühlungsvermögen, Sensibilität und Kreativität. Gemeinsam die neue Lebenssituation begleiten oder gar bewältigen und einen neuen Lebenssinn finden: Das verstehen wir unter einer Pflege, welche die Würde des Menschen in den Vordergrund stellt.
Betreuung findet auf unterschiedlichen Ebenen statt. Das Miteinander im Wohnbereich bildet die Basis für ein Gefühl von gutem Aufgehobensein. Unterschiedliche Angebote ergänzen und beleben den Lebensalltag. Dazu gehören neben dem persönlichen Gespräch in einer Krisensituation die Angebote, die dem Miteinander und der Geselligkeit dienen. Gemeinsam singen, kochen, einen Ausflug machen, malen oder Gymnastik betreiben, Feste feiern und tanzen – das lässt die vorhandene Lebensfreude aufkommen. Miteinander nachdenken über das, was sich in unserer Gesellschaft ereignet und eine Meinung dazu bilden – auch das ist ein wichtiger Bestandteil im täglichen Miteinander.
Es ist uns im Gerhard-Tersteegen-Haus ein gemeinsames Anliegen, Menschen in ihrem Älter Werden anzunehmen und zu begleiten und ihnen das Gefühl zu vermitteln, gut aufgehoben zu sein.
Der soziale Dienst trägt dazu bei, dass jeder einzelne Bewohner auf dem Hintergrund seiner Biographie und Individualität diese letzte Lebensphase möglichst zufriedenstellend erleben kann. Dies geschieht auch in Form von aufsuchender Betreuung derjenigen Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankungen vorwiegend bettlägerig sind.
Der soziale Dienst setzt sich zusammen aus zwei Diplom Sozialpädagoginnen und einer Diplom-Psychologin. Hinsichtlich ihrer professionellen Kompetenzen verfügen sie über unterschiedliche Zusatzausbildungen wie u. a. ordinierte Diakonin und systemische Psychotherapeutin und Supervisorin sowie Qualifikationen u. a. in den Bereichen Gerontologie und Gerontopsychiatrie.
Zum täglichen Miteinander gehören selbstverständlich auch die Angehörigen und Freunde unserer Bewohner sowie die ehrenamtlich Tätigen. Deren aktive Einbeziehung in die Gestaltung des Lebens und der Atmosphäre des Hauses sowie das Gespräch mit ihnen sind wichtiger Teil unseres Selbstverständnisses. Seit Jahren bieten wir daher u. a. Angehörigengruppe für die Bereiche Demenz und Wachkoma an, die ausdrücklich auch offen sind für externe Angehörige.
Gemeinsame Fortbildungen und die permanente fachliche Qualifizierung der Mitarbeiter tragen zu einer pflegerischen und sozialen Betreuung auf hohem Niveau bei. Ein aktiv von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickeltes und gelebtes Qualitätssicherungssystem hilft dabei, dass unsere Gäste sich gut aufgehoben fühlen.