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Und sonst?

WAHRHEIT & FANTASIE
Geschichten, die Leser schrieben ...



Ein herrlicher Tag


Ach, war das ein herrlicher Tag! Die Blumen blühten, die Bäume wogen sacht im Wind, und ich schlenderte zwischen ihnen zum See hinunter. Ich sah schon sein silbrig glänzendes Wasser und meine Freundinnen, die im Wasser herumplanschten. Ich ging schneller und schon hatte ich mein Ziel erreicht. Ich zog meine Hose und mein T-Shirt aus und ging mit meinem Badeanzug hinein ins Wasser.
"Hallo Tina!", kam es von überall. "Hi Leute!", rief ich zurück. Ich spritze ein wenig Wasser in die Richtung meiner besten Freundin Anne. Sie spritzte zurück und schon war eine tolle Wasserschlacht in vollem Gange. Irgendwann wurde es mir dann zu viel, und ich legte mich auf mein Handtuch am Strand.
Toll, wie Gott sich die Welt ausgedacht hatte. Man entdeckte jeden Tag etwas Neues! Gestern habe ich ein Reh im Wald gesehen. Heute habe ich die schönen Blumen bewundert, und morgen ...
Ein gellender Schrei riss mich aus meinen Gedanken. Was war das? Ich guckte über den See. Nein, dort war alles wie immer. Ich schaute nach links. Nein, auch dort war nichts Auffallendes. Jetzt nach rechts. Und da sah ich es. Es war haarsträubend. Es war unbeschreiblich beängstigend. Ich war wie gelähmt.
Dort sah ich einen Mann mit einem Hammer in der Hand, der einem Jungen hinterherlief. Ich stand auf und versuchte mich zu bewegen, doch es ging nicht. "Oh, bitte Gott, lass mich jetzt nicht im Stich!", betete ich. Ich versuchte es noch einmal und ... es klappte! Tatsächlich! Ich konnte wieder laufen. Ich rannte los. Direkt auf den Mann mit dem Hammer zu.
Natürlich hätte ich mich das eigentlich gar nicht getraut. Ich, die ängstliche Tina! Aber ich lief jetzt komischerweise auf diesen merkwürdigen Mann zu! Ich überlegte nicht lange, sondern rannte zu der Stelle, von der ich ahnte, dass der Mann dort lang rennen musste. Ängstlich hielt ich mein Bein vor, und da kam er schon, der Mann. Er bemerkte mich nicht. Er sah nur den Jungen, der sich ständig umdrehte.
Der Mann rannte über meine Beine, stolperte ... und fiel hin! Juchuh! Es hatte geklappt. Sofort stürzte ich mich auf ihn und nahm ihm den Hammer aus der Hand. Der Junge blieb stehen und kam zurück ... "Du hast mir das Leben gerettet. Der Mann ist wie ein Wilder hinter mir her gelaufen!" Der Mann sagte mühsam: "Ich wollte dir nur deinen Hammer zurückgeben."
Da lachten wir alle, und der Mann lud uns noch zu einem Eis ein.
Ach, war das ein herrlicher Tag! Aufregend und spannend.
"Danke Herr, dass du diesen Tag so erlebnisreich gefüllt hast."

Amelie Ehinger
(Inspiriert durch das Samstagsprojekt: "Schreibe eine kurze Geschichte. Wenn du glücklich damit bist, sende sie uns zum Abdruck im nächsten LIVE.")





Wir baten Gott um Hilfe ...


Wir möchten euch gerne eine Geschichte schreiben, die um unsere Freundin geht. Es war an einem Freitag, dem 26.02.10, am Abend. Wie jeden Freitag gehen wir zusammen in eine Jugendgruppe (diese Jugendgruppe ist christlich: www.Tmacffm.de). An diesem Abend erzählte unsere Freundin von ihrer krebskranken Mutter. Sie erzählte, dass ihre Mutter bald sterben würde. Wir alle haben in einer Gemeinschaftsrunde für ihre Mutter gebetet, dass es ihr besser geht. Plötzlich erfuhr sie von ihrem Vater, der sie abholen wollte, dass ihre Mutter in der Zeit, wo sie im TMAC war, gestorben sei. Es ging ihr ziemlich schlecht. Wir baten Gott um Hilfe, dass er ihr in dieser schweren Zeit, Kraft, Liebe und Hoffnung schenken würde. Am nächsten Tag ging es ihr schon besser, denn sie weiß, dass ihre Mutter jetzt an einem besseren Ort ist. Wir haben euch diese Geschichte geschrieben, weil wir es einfach so toll finden, wie Gott jemanden in so einer schweren Zeit so viel Kraft, Liebe und Mut schenken kann.

Victoria Pratscher & Jasmin Penski




Gott ist genial!


Ich bin Verena und möchte kurz meine persönliche Geschichte erzählen, damit noch mehr davon erfahren:
Eine gute Freundin von meiner Familie hat erst vor Kurzem erfahren, dass sie Krebs hat. Das war ein großer Schock für alle, weil sie zwar schon lange Beschwerden hatte, aber trotzdem niemand mit Krebs gerechnet hat. Außerdem ist sie Mutter von sechs Kindern, die sie sehr brauchen.
Bei der Untersuchung stellte sich dann heraus, dass es schlimmer ist als alle es erwartet hatten. Die Leber ist so kaputt, dass man um eine Transplantation nicht herumkommt. Aber eine Lebertransplantation ist eine schwierige Sache, bei der viele Faktoren eine große Rolle spielen. Auf eine Leber wartet man oft bis zu 2 Jahre. Bei unserer Freundin war jedoch klar, dass sie keinen Monat mehr mit der kaputten Leber überleben kann. Also blieb nur noch eins: Beten!
Und da unser Gott ein genialer Gott ist, hat er es gleich mal erhört: Es wurde ein Spender gefunden, der eine lebende Leber gespendet hat!!!
Das ist nicht die erste Wundergeschichte, die ich mit meinem Gott erlebt habe! Er ist genial! ;-)

Verena Steinmann (16 Jahre)





dein wunder


wir bitten, weinen, beten, flehn,
wir warten, wollen wunder sehn
wir glauben doch
und immer noch daran.
wir spüren, wie der zweifel nagt,
wie alles in uns schreit und fragt:
warum tut er nichts,
warum, wenn er's doch kann ...??

und während wir hoffen, dass die hoffnung
sich nicht im nichts verliert,
ist doch vielleicht, vielleicht
das wunder längst passiert ...

ich glaube, herr, ich glaube,
hilf mir, wenn ich's doch nicht kann
öffne mir die augen,
ich will endlich sehn und dann begreifen,
dass du ein gott bist,
der wunder tut.

du gütiger, der mich beschenkt,
mein hirte, der die schritte lenkt,
weil du mich führst,
weiß ich, der weg ist gut.
und wer es wagt, blind zu vertraun,
ist der, dessen augen wunder schaun,
die wunder, die du immer wieder tust.

vielleicht ist's ganz anders als erwartet
und trotzdem ohne zweifel da
ich stehe hier und staune,
denn plötzlich seh ich's klar ...

ich glaube, herr, ich glaube,
du hilfst, wenn ich's doch nicht kann,
du öffnest mir die augen,
ich darf endlich sehn und dann
begreif ich,
dass es dein wunder ist,
was wir so lang nicht sahn.
denn du bist gott
und du hast das wunder
eben ganz auf deine art getan

du
warst und bist und bleibst
bis in ewigkeit,
gott.

und während wir hoffen, dass die hoffnung
sich nicht im nichts verliert,
ist doch vielleicht, vielleicht
das wunder längst passiert ...
vielleicht ist's ganz anders als erwartet
und trotzdem ohne zweifel da
ich stehe hier und staune,
denn plötzlich seh ich's klar ...

ich glaube, herr, ich glaube,
du hilfst, wenn ich's doch nicht kann,
du öffnest mir die augen,
ich darf endlich sehn und dann
begreif ich,
dass es dein wunder ist,
was wir so lang nicht sahn.
denn du bist gott
und du hast das wunder
eben ganz auf deine art getan

du bist gott
und du hast das wunder
eben ganz auf deine art getan ...


Jelena Herder (18 Jahre)




 
In Neukirchen werden nicht nur Kalender und Bücher gemacht, sondern auch Kinder betreut. Zum Beispiel mit Hilfe von Odina ... Hier ein kleiner Einblick in die Arbeit des Neukirchener Erziehungsvereins, das "Mutterschiff" von LIVE, dem Neukirchener Jugendkalender.



Odina - vierbeinige Therapeutin


Henning und Leonie steht die Vorfreude in ihre kleinen Gesichter geschrieben.
Unruhig rutschen sie in ihren Rollstühlen hin und her, bis Odina angetrabt kommt. Die gutmütige weiße Stute begrüßt Henning mit einem Stubser ins Gesicht und durchsucht seinen Rolli nach Leckereien, ehe sie sich Leonie zuwendet. Die beiden kichern und lachen, ziehen an Odinas Mähne und streicheln über ihre Blesse.

Henning und Leonie - sechs und vier Jahre jung - leben in der Kindergruppe unserer Behindertenhilfe. Sie lieben ihre therapeutischen Reitstunden. Einmal wöchentlich besuchen sie Odina, ihre vierbeinige Therapeutin, und Patricia Rottmann, Reittherapeutin. Während dieser Stunde lachen die beiden soviel wie sonst den ganzen restlichen Tag. "Die vollständige Zuwendung des Pferdes und seine ungeteilte Aufmerksamkeit tut den Kindern einfach gut. Das Pferd ist während dieser Stunde nur für das Kind da und nimmt es so an, wie es ist - mit all seinen Behinderungen.", erklärt Frau Rottmann. Blondschopf Henning kommt schon seit zwei Jahren zur Therapie. Durch sein Down-Syndrom fehlte es ihm an Körperspannung und Kraft, das hat sich nun deutlich verbessert. Mittlerweile kann er alleine aufrecht sitzen und hält sich selbständig an Odina fest - kleine Schritte mit großer Auswirkung auf die Qualität seines jungen Lebens.

Die kleine Leonie hat eine geistige Behinderung und leidet unter einer Spastik. "Anfänglich legte sie sich mit ihrem ganzen Körper auf Odina und ließ sich führen. Die Körpernähe und Ruhe des Pferdes entspannte sie, wodurch die Spastik nachließ. Durch die wohlige Atmosphäre lernte sie sogar einzelne Wörter sprechen - und lernt immer noch weitere hinzu.", begeistert sich die Therapeutin. Insgesamt betreut Patricia Rottmann zwanzig Kinder mit verschiedenen Behinderungen. Anfragen gibt es noch jede Menge weitere, doch die Kosten müssen häufig über Spenden finanziert werden.

"Für die Kinder ist es einfach wichtig, mal rauszukommen. Hier erleben sie eine ruhige, entspannte Atmosphäre. Das macht sie unglaublich aufnahmefähig, wodurch beispielsweise Leonie sprechen lernte. Das Pferd ist ganz für sie da - das ist eine tolle
Erfahrung für die Kinder, da sie in den Wohngruppen die Aufmerksamkeit der Erzieher teilen müssen."

* Namen geändert



Impressum | © 2012 NEV

Neukirchener Erziehungsverein
Andreas-Bräm-Straße 18/20
47506 Neukirchen-Vluyn
Telefon: 0049 2845 3920
E-Mail: info@neukirchener.de