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Neukirchener Kalender 2016

Sonntag, 29. Mai 2016

Siehe, wie fein und lieblich ist's, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! (Psalm 133,1)

Der Psalm ist ein Loblied auf eine vertrauensvolle Gemeinschaft. Wo Menschen geschwisterlich miteinander umgehen, da ist Leben im Überfluss. Wenn wir nicht gegeneinander, sondern miteinander leben, dann können Familien und Gemeinden, ja sogar ganze Nationen davon profitieren. Das besingt der Psalm in wunderbaren Bildern. Dieser Umgang in einer Gemeinschaft ist wie ein rauschendes Fest bei der Einsetzung eines neuen Königs. Er ist wie ein göttlicher, lebensspendender Tau, der Fruchtbarkeit und Frische bewirkt. In den Bildern vom Öl und vom Tau wird poetisch ausgedrückt, wie der Segen durch die Gemeinschaft weitergegeben wird und von einem zum anderen überfließt. Denn Überfluss im Sinne eines Überfließens ist hier gemeint. Er soll von denen fließen, die haben, zu denen, die nichts haben. Der Psalm 133 lädt uns ein, unser Leben geschwisterlich zu gestalten. Wo wir nicht nur gewaltfrei, sondern in einem Sinne miteinander leben, da wächst die Freude. (D-B)

Füreinander da

Auf einer Reise nach Ägypten hat mir der Pfarrer unserer koptisch-evangelischen Partnerkirche erzählt, wie seine Gemeinde die Türen ihres Kirchengebäudes gleich in der Nachbarschaft des Tahir-Platzes während der großen Demonstrationen geöffnet hatte. Sie haben den muslimischen Demonstranten Waschgelegenheiten angeboten, damit diese ihre Waschungen für die Gebete durchführen konnten. Als Gegenleistung haben dann die muslimischen Demonstranten die Christen eingeladen, mitten auf dem Tahir-Platz eine Open-Air-Andacht zu feiern - umringt und geschützt von den Muslimen. Als es erneut zu Ausschreitungen kam, hat die evangelische Gemeinde in Zusammenarbeit mit der benachbarten Moschee ein Feldlazarett eingerichtet. Für mich sind das bewegende Zeichen eines geschwisterlichen Umgangs über Religionsgrenzen hinweg. Es sind Zeichen der Hoffnung, dass es sich lohnt, aufeinander zuzugehen.

Tipp:

EROBERUNG VON KONSTANTINOPEL (29.5.1453):
Die Kaiserstadt des fast 1000-jährigen Byzantinischen Reiches, Konstantinopel, fiel heute vor 563 Jahren in die Hände der türkischen Eroberer unter Sultan Mehmed II. Damit wurde die Islamisierung Kleinasiens abgeschlossen und auch die Hagia Sophia, die größte Kirche der Welt damals, wurde zur Moschee. Streit unter den Christen in Europa, Erschöpfung der Christen im Orient und der Eroberungsdrang der Osmanen hatten das Ende der Stadt besiegelt.

Bibellese:

Psalm 133
Epistel: 1.Johannes 4,16b-21
Evangelium: Lukas 16,19-31
Predigttext: 1.Johannes 4,16b-21

Lied:

Brich mit den Hungrigen
[EG 420 GL (575) RG (823)]



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