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Neukirchener Kalender

Donnerstag, 23. Februar 2012

Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? (1.Könige 8,27)

Salomo betet bei der Einweihung des Tempels von Jerusalem. Er hatte das Vorhaben seines Vaters verwirklicht und betet nun das "Tempelweihgebet". Er bekennt sich zu Gott, dem Gott Israels und aller Welt. Aber mitten in diesem feierlichen Gebet hält er inne und fragt: "Sollte Gott wirklich auf Erden wohnen?" Es klingt nach Zweifel. Wir können uns an Gottes Verheißungen und Versprechen halten, aber wir haben Gott nie in der Hand. Deshalb leben wir in der Spannung zwischen der Unverfügbarkeit Gottes und seinen Verheißungen. Gott kann von uns nicht festgemacht werden. Selbst der Jerusalemer Tempel ist kein Garant für die Nähe Gottes. Wir können Gott nicht festlegen und binden, weder im Tempel noch in der Taufe und auch nicht im Abendmahl. Wir dürfen uns aber an Gott halten, der sich in Jesus uns geschenkt hat und finden und bitten lässt. (St-K)

Haus der lebendigen Steine

Ich stand auf dem unteren Hof des 400 Jahre alten Gutes der Hugenotten in einem kleinen Seitental der Ardèche. Wie eine kleine Burg wirkte dieses massive Gebäude aus Stein, über vier Stockwerke terrassenartig nach hinten versetzt. Hier würden wir die nächsten zwei Wochen wieder mit 50 Erwachsenen und Kindern eine Familienbibelfreizeit erleben. Da wurde mir klar, dass in diesem Gehöft Menschen über Generationen gelebt, geliebt und gelitten hatten. Hier war gebetet und Gottesdienst gefeiert worden und waren vielleicht auch Verfolgte versteckt gewesen. Der Hohlraum unter der Küchenfeuerstelle sprach dafür. Und wir würden hier zwei Wochen mit Kindern und Erwachsenen verbringen, gemeinsam dieselbe Bibel lesen und auf Gottes Wort hören und einen Abend mit den Nachkommen der Hugenotten verbringen. Da packte mich eine Welle von Dankbarkeit und Freude und Ehrfurcht.

Tipp:

LESETIPP:
Udo Hahn: Leben aus Hoffnung. 48 S., geb., Fotos, EUR 5,99 (Agentur des Rauhen Hauses). - Christliche Hoffnung schöpft aus dem tiefen Schatz der biblischen Bücher und dem gelebten Glauben. Mut zur Hoffnung zu machen, bedeutet also nicht zu vertrösten. Dieses Buch ist ein Impuls, sich mit dem Thema Hoffnung zu beschäftigen und sich auch von der Hoffnung anstecken zu lassen.

Bibellese:

1.Könige 8,22-40
Kirchenjahreslese: Sacharja 7,2-13

Lied:

O dass ich tausend Zungen hätte
[EG 330 GL 249 RG 728]



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