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Kindern Energie schenken

Spendenoffensive beginnt mit Kalenderaktion

(Neukirchen-Vluyn, 28. November 2007)

Traditionell verkauft die Energie Wasser Niederrhein (ENNI) in der Vorweihnachtszeit bei der Aktion „Mit Rezepten helfen“ Kalender für den guten Zweck. Ab sofort gibt es diese gegen eine Spende nicht nur in den ENNI-Kundenzentren sondern auch in der Neukirchener Buchhandlung in der Andreas-Bräm-Straße. Denn der diesjährige Erlös fließt in die Kinder- und Jugendhilfe des Neukirchener Erziehungsvereins als Teil eines Projektes. Mit der Kalenderaktion startet eine Spendenoffensive bei sich Wirtschaftsunternehmen und die Neukirchener karitative Einrichtung zusammengeschlossen haben. „Hierbei wollen die beteiligten Partner die Arbeit des Neukirchener Erziehungsvereins für vernachlässigte und misshandelte Kinder noch intensiver unterstützen“, betont Stefan Krämer.


Kooperation für Kinder


„Kinder in der Region brauchen unsere Energie“ ist zunächst eine Plakat- und Spendenaktion. Auf dem Motiv weisen fröhliche Kinder auf ein eher ernstes Thema hin. Neben den von ENNI gesponserten Plakaten unterstützt auch das Kölner Unternehmen Ströer bis zum Frühjahr die Aktion. Sie stellt die ungebuchten Werbeflächen in Moers und Neukirchen-Vluyn unentgeltlich zur Verfügung. Nun fließt der Erlös aus der Kalenderaktion als Startkapital in das Hilfsprojekt ein. „Dabei legen wir pro verkauftem Kalender erneut einen Euro drauf“, so ENNI-Geschäftsführer Stefan Krämer.


Erfolgreich mit Kindern


Das Geld ist beim Neukirchener Erziehungsverein gut angelegt. Das christliche Kinderhilfswerk war 1845 von einer Bürgerinitiative unter Federführung des Pfarrers und Pädagogen Andreas Bräm gegründet worden. Damals wie heute hilft der Verein Kindern in ganz Deutschland, die Not leiden, vernachlässigt oder missbraucht wurden. Er eröffnet ihnen eine neue Lebensperspektive. Gerade in besonders schweren Fällen ist die Neukirchener Einrichtung oft die erste Anlaufstelle der Jugendämter.


Praktizierte Hilfe


So auch im Fall der damals 14-jährigen Kim (Name geändert), die das Jugendamt Dresden vermittelte. Das schwer traumatisierte Mädchen lebte teilweise auf der Straße sowie in der Wohnung ihrer alkoholkranken Mutter. Im Mädchenheim Haus Elim fand sie schließlich für drei Jahre ein neues Zuhause. Cordula Zywicki, Psychologin und pädagogische Leiterin des Heimes beschreibt sie damals als verwahrlost und suizidgefährdet, depressiv, aggressiv und ohne Tagesstruktur. In dem idyllisch gelegenen Heim, mit seinen fünf Wohngruppen, konnte Kim zum ersten Mal verlässliche, vertrauensvolle und nicht bedrohliche Beziehungen erfahren. Schließlich gelang es dem Neukirchener Erziehungsverein, für das Mädchen eine realistische Perspektive aufzubauen und ihr sogar einen Ausbildungsplatz zu vermitteln.

Um möglichst vielen Kindern helfen zu können, benötigt der Neukirchener Erziehungsverein natürlich Spenden. „Jeder kann helfen. Wir sind für jeden Betrag der eingeht sehr dankbar, so Tobias Häßner vom Neukirchener Erziehungsverein.

Tobias Häßner | Öffentlichkeitsreferat | Fon: 02845/392375

 

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