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Leben und Kunst im Wachkoma

Ausstellung des Neukirchener Erziehungsvereins bei Optik Engelke

(Neukirchen-Vluyn, 10. Januar 2008)

Von Freitag, dem 18. Januar bis Mittwoch, dem 30. Januar 2008 findet in der Galerie von Optik Engelke, Andreas-Bräm-Straße 17 in Neukirchen-Vluyn, eine Ausstellung über Leben und Kunst im Wachkoma statt. Veranstaltet wird die Ausstellung von der Krefelder Fachabteilung für Menschen im Wachkoma des Gerhard Tersteegen Hauses, einer Einrichtung des Neukirchener Erziehungsvereins.

Viele halten es kaum für möglich, wozu Menschen im Wachkoma in der Lage sind: Sie sprechen in ihrer eigenen Art, sie empfinden Freude und Schmerz. Auch über Bilder und Skulpturen, die sie mit Unterstützung herstellen, drücken sie sich aus. Dies sei, so die Leiterin der Fachabteilung, Andrea Siebeneich, Anstoß gewesen, genau diese Werke und Fotos für alle Interessenten zugänglich zu machen.


Gestaltungsräume ermöglichen


Andrea Siebeneich: „Wir wollen zeigen, dass Menschen im Wachkoma mit Unterstützung malen, gestalten und sehr kreativ sein können. Wir wollen zeigen, wie sich Gefühle der Betroffenen in ihren Werken widerspiegeln. Wir wollen zeigen, wie wichtig es ist, diesen Menschen Gestaltungsräume zu ermöglichen und ihnen wesentlich mehr als lediglich Pflege zukommen zu lassen. Wir wollen zeigen, wie eigenständig und kreativ sie sein können, wenn sie die notwendige Unterstützung, Förderung und Beschäftigung erfahren. Und wir wollen auch zeigen, wie die Betroffenen bei dieser Form der Beschäftigung und Unterstützung Freude erfahren, sich anstrengen, neue Fähigkeiten entwickeln und vorhandene ausbauen, Kontakte aufbauen und Beziehungen zu anderen Menschen herstellen.“

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 18. Januar um 19.30 Uhr wird ein Film gezeigt, in dem die Besucher das alltägliche und das besondere Leben der Bewohner unserer Fachabteilung und ihre Kontakte zu anderen Menschen erleben können. Dazu gehört in Form eines gesprochenen Textes auch ein fiktiver Erlebensbericht einer Betroffenen. Dabei soll deutlich werden: „Nicht alles, doch vieles ist möglich“. Der Film wird zum Abschluss der Ausstellung am Mittwoch, dem 30. Januar um 19.30 Uhr wiederholt.

Der Neukirchener Erziehungsverein betreut in Krefeld etwa 20 Menschen im Wachkoma.

Tobias Häßner | Öffentlichkeitsreferat | Fon: 02845/392375

 

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