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Landesbehindertenbeauftragte zu Gast beim Erziehungsvereins: Angelika Gemkow: Soziale Berufe brauchen mehr gesellschaftliche Anerkennung
(Neukirchen-Vluyn, 27. Januar 2009) Berufe in der Pflege und Betreuung von alten und behinderten Menschen brauchen nach Ansicht der Landes- behindertenbeauftragten Angelika Gemkow mehr gesellschaftliche Anerkennung. Das Bild in der Öffentlichkeit sei zum Teil erschreckend und habe mit der Realität wenig zu tun, sagte die frühere CDU-Landtags- abgeordnete bei einem Besuch des Neukirchener Erziehungsvereins. Sie wünsche sich insgesamt eine höhere Wertschätzung sozialer Berufe, erklärte die Behindertenbeauftragte des Landes NRW in Gesprächen mit Geschäftsführung, Mitarbeitervertretung und Schwerbehindertenvertretung.
Lobende Worte fand Angelika Gemkow für die Arbeit des Erziehungsvereins. Sie könne nur mit Herz für die anvertrauten Menschen getan werden und das sei spürbar, sagt sie. Geschäftsführung und Schwerbehindertenvertretung machten ihrerseits auf die gestiegenen physischen und psychischen Belastungen in sozialen Berufen und auf Probleme mit Behörden aufmerksam. Bei Anträgen auf Schwerbehinderung gebe es nicht selten zu lange Bearbeitungszeiten.
Der Neukirchener Erziehungsverein mit seinen insgesamt 1350 Mitarbeitern wird die gesetzlich vorgeschriebene Quote von fünf Prozent Schwerbehinderten unter den Beschäftigten in diesem Jahr erfüllen, so dass keine Ausgleichsabgabe mehr bezahlt werden muss. Vor drei Jahren lag die Quote noch bei 3,3 Prozent. Grund für diese Steigerung ist die konsequente Umsetzung einer Integrationsvereinbarung mit einer Reihe von präventiven Maßnahmen wie Beratung, Eingliederungshilfen und externer Unterstützung. Dadurch konnte den betroffenen Mitarbeitern die Sorge genommen werden, aufgrund eigener Leistungseinschränkung den Arbeitsplatz zu verlieren.
Zum Foto: Die Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow (3. v.r.) besuchte den Neukirchener Erziehungsverein und sprach mit Vorstand, Geschäftsführung und Schwerbehindertenvertretung.
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