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Sprache wichtig für Integration Hatice Akyün spendet Preisgeld
für das Förderprojekt „Opstapje“
(Neukirchen-Vluyn, 28. Januar 2009) Die Schriftstellerin und Journalistin Hatice Akyün hat gestern den Duisburger Preis für Toleranz und Zivilcourage erhalten. Der Neukirchener Erziehungsverein freut sich, dass Hatice Akyün ihr Preisgeld von 400 Euro dem im Dezember vergangenen Jahres in Duisburg gestarteten Frühförderungsprojekt "Opstapje" zur Verfügung gestellt hat. Pfarrer Hans-Wilhelm Fricke-Hein, Direktor des Erziehungsvereins, nahm das Geld im Jüdischen Gemeindezentrum im Anschluss an die Preisverleihung entgegen. In ihrer Dankesrede für den zum achten Mal vom Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage verliehenen Preis betonte Hatice Akyün, wie wichtig die deutsche Sprache für die Migranten sei. Wer sie nicht beherrsche, könne seine Talente nicht ausschöpfen und habe keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Das Projekt „Opstapje“ sei in diesem Sinne ein hoffnungsvoller Beitrag zur Integration. Nach Wesel und Moers bietet der Neukirchener Erziehungsverein das präventive Frühförderungsprogramm „Opstapje“ seit Dezember vergangenen Jahres im Auftrag des städtischen Jugendamtes auch in Duisburg an. Ausgebildete Laienhelferinnen gehen 18 Monate lang Woche für Woche in Familien mit besonderem Förderbedarf, spielen mit den Kindern oder lesen ihnen aus Büchern vor. „Opstapje“ (Schritt für Schritt) ist vor 15 Jahren in den Niederlanden als frühkindliches Bildungs- und Förderungsprogrammentwickelt worden. Als erste Stadt in Nordrhein-Westfalen hatte Wesel das Förderprogramm vor drei Jahren eingeführt. Schwerpunkt des Angebots in Duisburg ist zunächst der Stadtteil Bruckhausen, wo der Anteil von Familien mit Migrationshintergrund besonders hoch ist. Vier Helferinnen, die vorher vom Erziehungsverein ausgesucht und geschult wurden, betreuen zurzeit 17 Kinder im Alter von 18 Monaten bis zu dreieinhalb Jahren. Weitere Kinder sollen folgen, eine fünfte Helferin steht bereit. Zur Finanzierung gab es einen Zuschuss der Stiftung Neukirchener Kinder- und Jugendhilfe. Für weitere Mittel sorgte der Duisburger Manager Ulf Reichardt, der eine Spendeninitiative für „Opstapje“ ins Leben gerufen hat. Die Gesamtkosten für die zunächst maximal 30 ins Programm aufzunehmenden Kinder belaufen sich auf ca. 70.000 Euro.
Zum Foto: Preisträgerin Hatice Akyün im Gespräch mit dem Direktor des Erziehungsvereins, Pfarrer Hans-Wilhelm Fricke-Hein (rechts) und dem Duisburger Manager Ulf Reicherdt, der eine Spendeninitiative für das Projekt Opstapje ins Leben gerufen hat.
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