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Eröffnung am 24. August in der Sparkasse
Neukirchener Erziehungsverein
zeigt Ausstellung über Jugendgefängnisse
(Neukirchen-Vluyn, 23. Juli 2009) "Menschen statt Mauern – für ein Europa
ohne Jugendgefängnisse" heißt eine Ausstellung, die der Neukirchener
Erziehungsverein vom 24. August bis 14. September in den Räumen der
Sparkasse am Niederrhein, Poststraße 10, in Neukirchen-Vluyn zeigt. Die
Ausstellung ist ein Projekt des Kölner Appells gegen Rassismus e.V. und soll
eine sachliche Auseinandersetzung mit der Tatsache ermöglichen, dass 80
Prozent der zu Jugendarrest oder Haftstrafen verurteilten Jugendlichen
rückfällig werden.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine
Gefängniszelle – ein exakter Nachbau einer der Zellen, in denen Jugendliche
in der JVA Köln-Ossendorf untergebracht sind. Tafeln an den Außenwänden
informieren über die sozialen und politischen Zusammenhänge von
Jugenddelinquenz. Anlass für den Erziehungsverein, sich mit dem Thema
Jugendkriminalität in Form einer Ausstellung zu beschäftigen, ist das
40-jährige Bestehen des Neukirchener Kinder- und Jugenddorfs. Im
Begleitprogramm werden unter anderem Alternativen zum Jugendstrafvollzug
vorgestellt.

Eröffnet wird die Ausstellung am Montag, 24. August, 18 Uhr, von Bernhard
Uppenkamp, Vorstandsmitglied der Sparkasse am Niederrhein. Außerdem
sprechen: Klaus Jünschke, Kölner Appell gegen Rassismus e.V. und Pfarrer
Hans-Wilhelm Fricke-Hein, Direktor des Erziehungsvereins. Angefragt ist
zudem der Schirmherr der Ausstellung, Bundesminister a.D. Dr. Gerhart Baum.
Das Begleitprogramm beginnt am Donnerstag, 3. September, 19 Uhr, mit einem
Vortrags- und Diskussionsabend über die Therapeutische Interventionsgruppe
des Neukirchener Kinder- und Jugenddorfs. Die beiden Diplom-Psychologen
Kirsten Borgwardt und Robert Brandenburg stellen die Arbeit mit sexuell
grenzverletzenden Jungen vor.
"Haft für Jugendliche – verzichtbar?" fragt am
Mittwoch, 9. September, 19 Uhr, der Vorsitzende des Bundes für Richter und
Staatsanwälte in NRW und Richter am Amtsgericht in Moers, Reiner Lindemann.
Über "Stop an Go NRW", ein Projekt mit straffälligen Jugendlichen zur
Vermeidung von Untersuchungshaft in Herne und Iserlohn, berichtet am Montag,
14. September, 19 Uhr, der Projektkoordinator Peter Eichenauer.
Alle drei
Begleitveranstaltungen finden im Mehrzweckraum der Sparkasse statt. Der
Eintritt ist frei.
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