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Duisburger Massink-Stiftung spendet für "Opstapje" in Bruckhausen

(Duisburg, 4. Februar 2010). Die Hermann-Massink-Stiftung hat 1000 Euro für das präventive Frühförderungsprogramm „Opstapje“ des Neukirchener Erziehungsvereins in Duisburg gespendet. Stiftungsgründer Hermann Massink übergab das Geld jetzt im evangelischen Kindergarten an der Dieselstraße in Bruckhausen, wo Mütter, Kinder und Helferinnen alle 14 Tage zu einem Gruppentreffen zusammenkommen. „Opstapje“ (Schritt für Schritt) ist vor 16 Jahren in den Niederlanden als frühkindliches Bildungs- und Förderungsprogrammentwickelt worden. Ausgebildete Laienhelferinnen gehen 18 Monate lang Woche für Woche in Familien mit besonderem Förderbedarf, spielen mit den Kindern oder lesen ihnen aus Büchern vor.

Hermann Massink, dessen 2002 gegründete Stiftung hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche unterstützt, möchte mit seiner Spende ein Beispiel geben und noch mehr Menschen anregen, sich für das „Opstapje“-Projekt finanziell zu engagieren. „Ich finde die Idee sehr gut, schon früh etwas für Kinder zu tun“, sagte er im Gespräch mit dem Geschäftsbereichsleiter Ambulante Hilfen des Erziehungsvereins, Klaus Biedermann. Nach Wesel und Moers bietet der Neukirchener Erziehungsverein das Frühförderungsprogramm „Opstapje“ seit 2008 im Auftrag des städtischen Jugendamtes auch in Duisburg an. Schwerpunkt des Angebots ist der Stadtteil Bruckhausen, wo der Anteil von Familien mit Migrationshintergrund besonders hoch ist. „Opstapje“ wird hier deshalb auch in erster Linie von türkischen Familien wahrgenommen, richtet sich aber ausdrücklich auch an deutsche Eltern und Kinder. Die Helferinnen, die vorher vom Erziehungsverein ausgesucht und geschult wurden, hatten mit ihrer Arbeit im Dezember 2008 begonnen. Zurzeit betreuen sie 39 Kinder im Alter von 18 Monaten bis zu dreieinhalb Jahren. Für die Betreuungskosten von 30 Kindern kommt das Jugendamt auf, neun werden über Spenden finanziert. Auf einer Warteliste stehen bereits 30 weitere Kinder.

Die wöchentlichen Hausbesuche bei den Familien dauern 30 bis 60 Minuten. In dieser Zeit zeigen die Helferinnen, wie Mütter und Väter mit den Kindern spielen können und bringen Bücher mit, die eigens für „Opstapje“ entwickelt wurden. Bücher und Spielmaterial werden den Eltern zur Verfügung gestellt. Nach Ablauf der anderthalb Jahre sollen sie die Spiele mit ihren Kindern fortführen. Alle 14 Tage organisiert das „Opstapje“-Team Elterntreffen, um Erfahrungen auszutauschen, soziale Kontakte zwischen den Familien zu knüpfen und Wissen über die Entwicklung, Erziehung und Förderung der Kinder zu vermitteln. Bei jedem Elterntreff wird außerdem ein neues Spiel oder ein neues Buch vorgestellt, das dann zu den Hausbesuchen mitgebracht wird. So füllt sich nach und nach die „Opstapje-Box“, an deren Kosten die Eltern mit sieben Euro pro Monat beteiligt werden.

Mit einem Betrag von 1000 Euro hat Hermann Massink (rechts) das Frühförderungsprogramm „Opstapje“ in Bruckhausen unterstützt. Mütter und Kinder sowie Klaus Biedermann vom Neukirchener Erziehungsverein freuen sich über die großzügige Spende.

 

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