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8. Sonntag nach Trinitatis - 25. Juli 2010 |
Die Liebe ist die Waffe des Herzens Seit fast zehn Jahren gibt es in Deutschland eine Pop-Band, die den Namen Silbermond trägt. Diese Gruppe von vier jungen Musikern konnte in der Vergangenheit mit zahlreichen zum Nachdenken anregenden Songs auf sich aufmerksam machen. Eines dieser Lieder trägt den seltsam provozierenden Titel Krieger des Lichts.
Nun passen ja die Begriffe Krieger und Licht absolut nicht zusammen, denn wo gibt es mehr Dunkelheit als im Krieg? Aber eine Liedzeile hat es mir dennoch besonders angetan: Die größte Waffe ist sein Herz, heißt es da. Hier wird man aus der Dunkelheit des Streites, des Krieges und der Waffen nämlich wieder auf die andere Seite geleitet. Auf die Seite des Lichtes, der Verständigung, des Friedens, auf die Seite der Liebe.
Um die helle Seite dieser Welt, um die Seite des Lichtes geht es auch in dem Abschnitt der Brieflesung für den heutigen Sonntag, aus dem auch der Spruch für diese neue Woche stammt. Dem Schreiber dieser Verse ist das Licht so wichtig, dass er dieses Wort gleich viermal verwendet.
In der Tat ist ja Licht für unser Leben von höchster Bedeutung. Ohne Licht können wir nichts sehen. Ohne Licht fehlt uns die Orientierung. Bereits ein ganz winziger Lichtfunken gibt uns einen Anhaltspunkt, weist uns den Weg. Die Notwendigkeit des Lichtes haben die Menschen schon ganz früh erkannt, denn nicht um sonst wird in der Schöpfungsgeschichte die Erschaffung des Lichtes als die erste Tat Gottes bezeichnet.
„Ihr Menschen seid selbst das Licht! Darum lebt als Kinder des Lichts!“, will uns der Bibelabschnitt vermitteln. Wenn wir diese Bildersprache auflösen, dann geht es nicht unbedingt in erster Linie darum, dass wir als Glaubensheldinnen und -helden anderen Menschen den Weg weisen sollen. Das mag wenigen vorbehalten sein. Hier geht es um viel einfachere Dinge.
Sie und ich sollten gegen die zahllosen dunklen Punkte in unserer Umgebung so etwas wie Lichtfunken sein, die gegen die absolute Finsternis anarbeiten. Da sollten wir zum Beispiel in einer Welt, in der nur die Ellenbogen gebraucht werden, mögliche Wege zum gegenseitigen Verstehen und Annehmen aufzeigen. Da könnten wir der Rücksichtslosigkeit, der Übervorteilung und der Lüge die Güte, die Verständigungsbereitschaft und die Wahrheit entgegensetzen. Wo sonst Traurigkeit und Einsamkeit den Vorrang haben, könnten das Miteinander und die Solidarität zum Zuge kommen.
Die Liebe ist die Waffe des Herzens – in diese Richtung könnte ich den Abschnitt aus der Brieflesung dieses Sonntags interpretieren.
Ich denke, es lohnt sich, diesen Weg zu beschreiten. Es ist mit Sicherheit ein Weg, der dem Willen unseres Gottes entspricht.
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Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. Das alles aber wird offenbar, wenn\'s vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten. |
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Epheser 5, 8B-14 |
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GEBET Gott, lass uns zu Helfern deines Friedens werden:
dass wir Liebe wagen, wo man sich hasst;
dass wir verzeihen, wo man sich beleidigt;
dass wir schlichten, wo Streit ist;
dass wir ein Licht anzünden, wo Finsternis regiert. Amen.
nach Franz von Assisi
WOCHENSPRUCH Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. (Epheser 5, 8B.9) AUTOR/IN Pfarrer i.R. Willi Everding, Dorsten
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