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Neukirchener Kalender 2019

Sonntag, 26. Mai 2019

Ich rede mit meinem Herzen, mein Geist muss forschen. (Ps 77,7)

Der Beter des Psalms steckt in einer schweren Glaubenskrise. Unruhe und Zweifel sind seine Begleiter. Er macht sich Gedanken über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das sind Themen, die auch uns heute den Schlaf rauben können.
Den Beter beschäftigt die Frage, ob Gott seine Einstellung zu seinem Volk Israel geändert hat. Mit seiner aufgewühlten Gefühlslage versucht der Beter, Gottes Absichten zu verstehen. „Hat Gott vergessen, gnädig zu sein?“ (V. 10). Doch aus den Erinnerungen an Gottes Eingreifen in der Vergangenheit speist sich die Hoffnung für die Gegenwart.
So trägt der Beter seine Fragen und Zweifel vor Gott. Damit ist er ein Beispiel für uns, wie wir mit unserer Ratlosigkeit zu Gott kommen dürfen: offen, ehrlich und mit klaren Worten! Denn es ist ganz sicher: Gott hört uns, und er wird uns Antwort geben. (Sch-N)

Warum nur?

Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als meine Mutter an Krebs erkrankt war. Chemotherapie und Bestrahlung machten meiner Mutter sehr zu schaffen. Ich fühlte mich oft machtlos, wenn sie müde, matt und kraftlos in ihrem Krankenhausbett lag. Wie gerne hätte ich ihr die Schmerzen genommen und ihr Hoffnung auf eine schnelle Genesung gemacht. Doch die Realität sah vollkommen anders aus. Ich habe meistens schon auf der Rückfahrt im Auto viel mit Gott gesprochen und ihm meine Fragen gestellt: „Warum muss meine Mutter so leiden? Wieso ist sie so krank geworden?“ Diese Fragen und andere Gedanken beschäftigten mich auch nachts im Bett. Je schlechter es meiner Mutter ging, umso größer wurden meine Zweifel und meine Angst. Mit allem, was mich beschäftigte, trat ich im Gebet vor Gott. Als meine Mutter starb, hielt ich ihre Hand und war ganz nah bei ihr. In diesem Moment war es Gott auch!

Tipp:

NIKOLAUS L. GRAF VON ZINZENDORF (26.5.1700 – 9.5.1760):
Er wurde in den Franckeschen Anstalten in Halle erzogen, studierte Jura und wurde Hof- und Justizrat in Dresden. 1722 gab er dem Rest der durch die Gegenreformation zerstörten Böhmisch-mährischen Brüderunität die Erlaubnis zur Ansiedlung in der Nähe seines Rittergutes Berthelsdorf in der Oberlausitz. 1727 schied er aus dem Staatsdienst und widmete sich fortan ganz der Siedlung Herrnhut. Er wurde der Erneuerer der Brüderunität und 1737 deren Bischof.

Bibellese:

F: Ps 77 Ep: 1Tim 2,1–6 Ev: Lk 11,1–13 P: Joh 16,23–33

Lied:

Bewahre uns, Gott
[EG 171 GL (732) ErG 346]



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