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Neukirchener Kalender 2018

Dienstag, 11. Dezember 2018

Wenn sie zum HERRN schreien vor den Bedrängern, so wird er ihnen einen Retter senden. (Jesaja 19,20)

Der "Gott Israels" ist kein begrenzter Gott. Nein, denn Israel und der Bund sollen vielmehr der Quellort für einen großen Segen für alle Völker werden (vgl. Kap. 25). Gottes Liebe zum Volk Israel, Gottes Bund mit Abraham und seinen Nachkommen sind erst der Anfang. Am Ende werden alle Völker nach Gott fragen: "Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des Herrn Haus ist, fest stehen, und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des Herrn" (Jesaja 2,2f). In unserem Bibelabschnitt hört der Prophet von einer Zukunft, die das Nachbarland Ägypten betreffen wird, ausgerechnet das Volk, in dessen Hand Israel einst gefangen gehalten und von dem es ausgebeutet wurde. Das Unfassbare ist: Gott will sogar den Ägyptern, wenn sie bedrängt sind, einen Retter geben, so wie Mose Israels Retter wurde - ein Zeichen dafür, dass der Gott Israels nicht ruhen wird, bis alle Völker einbezogen sind in sein Heil. (La-B)

Auserwählt

Auf "Erwählung" angesprochen, sagt uns ein Israeli: "Wir wollen kein erwähltes Volk sein, sondern ein Volk mit all seinen Dieben und Verbrechern." Der Nachdruck, mit dem er das sagte, zeigt, wie sehr das Erwähltsein auch als Last empfunden werden kann. Etwas Besonderes darzustellen, weckt auch den Neid und die Verdächtigungen anderer.

Schalom Ben-Chorin sagt: "Es kommt nicht darauf an, ob der einzelne Jude, nicht einmal, ob das jüdische Volk in seiner Mehrheit diese Erwählung wünscht, sie ist das objektive Schicksal Israels. Nicht was Israel will, sondern was mit ihm gewollt ist, entscheidet." Dieses Volk hat Gottes Offenbarung in die Völkerwelt getragen. Es soll als "Erstgeborener Gottes" vor den Völkern Zeuge des Glaubens an den lebendigen Gott sein: als Modellfall und Gleichnis für die Völker im Gehorsam und Leiden. Wir tun gut daran, immer wieder von diesem Volk zu lernen.

Tipp:

LESETIPP:
Traugott Thoma: Friedrich Nothacker. Ein Freund Israels. 160 S., geb., s/w-Abb., 12,95 € (SCM Verlag). - Nach einer Israel-Reise gründete Friedrich Nothacker 1960 das Werk Zedakah e.V. Bis heute finden Holocaust-Überlebende im Haus des Vereins in Israel Erholung oder Aufnahme im Pflegeheim. Eine beeindruckende Biografie mit einem Bildteil und vielen Berichten von Zeitzeugen.

Bibellese:

Jesaja 19,16-25
Kirchenjahreslese: Offenbarung 2,12-17

Lied:

Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort
[EG 193 GL 165 ErG 255]



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