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Wort für die Woche



25. Woche | 3. Sonntag nach Trinitatis – 17. Juni 2018


Gott ist Licht

Gleich am Anfang der Bibel in einem Schöpfungsbericht heißt es: „Es werde Licht! Und es ward Licht“. Aber damit sind nicht Sonne, Mond und Sterne gemeint. Das Licht schuf Gott am ersten Tag, die Gestirne am vierten. Es ist vielmehr das Bekenntnis zu Gott dem Schöpfer. Die Gestirne sind nur Abglanz oder Spiegelung des wahren Lichts.

Licht ist Gottes Sache. Und dieses Licht schafft die Voraussetzung für alles Leben. Das Licht gehört ganz zu Gott. „Gott wohnt in einem Licht, zudem niemand kommen kann“ (1.Tim 6,16). „Bei ihm ist das Licht“ (Dan 22). Wahre „Erleuchtung“ kann es darum nur von Gott und seinem Licht hergeben. „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht“ (Jes 9,1), heißt es beim Propheten Jesaja. Und dann kam dieses Licht: Christus wird geboren. Er ist das Licht von Gott und bringt es in die Welt. „Ich bin das Licht der Welt“, sagt Jesus denen, die ihm nachfolgen wollen. „Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Joh 8,12). Dieses Licht schenkt Liebe, Leben, Rettung. Jesus Christus holt die Menschen, die ihm nachfolgen wollen ganz auf Gottes Seite. Deshalb schreibt Paulus: „Ihr seid alle Kinder des Lichtes“ (1.Thess 5,5).

Was heißt das für uns?
Als Getaufte sind wir wiedergeboren, Glieder der Gemeinde und Erleuchtete. Jesus Christus hat uns wiedergeboren und erleuchtet.
Das heißt doch für uns:
Wer wiedergeboren ist, der wird sich auch bemühen, als Kind des Lichts zu leben und dem Auftrag Jesu „Ihr seid das Licht des Welt“ (Mt 5,14) zu entsprechen. Wer lichtgemäß lebt, wird in einer festen und dauerhaften Beziehung zu Jesus Christus leben. Er wird sich nicht verschließen, sondern sich vielmehr dem anderen zuwenden und für ihn offen sein. Er wird Menschen annehmen, auch die, die ihn verletzt, gekränkt oder ihm übel mitgespielt haben.

Es kommt dabei nicht auf die Perfektion an, sondern auf den Versuch. Wer im anderen Menschen – wer dieser auch immer sein mag – die Schwester oder den Bruder erkennt, lebt in seinem Licht als Kind des Lichts. Ein Rabbi fragte seine Schüler, wie man die Stunde bestimmt, in der die Nacht endet und der Tag beginnt. „Ist es, wenn man von weitem einen Hund von einem Schaf unterscheiden kann?“, fragte einer der Schüler. „Nein“, sagte der Rabbi. „Ist es, wenn man von weitem einen Dattelbaum von einem Feigenbaum unterscheiden kann?“, fragte ein anderer. „Nein“, so der Rabbi. „Aber wann ist es dann?“, fragten die Schüler. „Es ist dann, wenn du ins Gesicht irgendeines Menschen blicken kannst und deine Schwester oder deinen Bruder siehst.“

Predigttext für den Sonntag

Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln doch in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und er selbst ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. Und daran merken wir, dass wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht. Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der soll so leben, wie er gelebt hat.

1.Johannes1,5 – 2,6



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