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Wort für die Woche

49. Woche | 2. Advent – 4. Dezember 2016

Er kommt!

Advent. Ankunft! Aber wann? Morgen schon? Oder erst in hundert, in tausend, in zweitausend Jahren? Der Zeichen sind genug: Es wird hier nicht ein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht zerbrochen werde, prophezeit Jesus. Und das geschieht wenig später. Unbarmherzig schlägt die römische Streitmacht den jüdischen Aufstand nieder. Das Land verwüstet, Stadt und Tempel zerstört. Nicht ein Stein bleibt auf dem anderen. Einzig die westliche Umfassungsmauer des Tempelareals, die so genannte Klagemauer, bleibt. Ein mahnendes Zeichen der Erinnerung.
Vom Ölberg hat man einen prächtigen Blick auf den Tempel. Und die Frage wird akut: wann soll das alles geschehen? Jesus nennt keine Zahlen, legt sich nicht fest auf Jahr und Tag. Sondern nennt Zeichen und Ereignisse für sein Kommen und das Ende der Welt. Zunächst die Verführung -  eine eher innerchristliche Angelegenheit. Denn zu allen Zeiten haben etliche Männer und Frauen den Anspruch für sich erhoben, der wahre Christus zu sein. Sie haben Menschen um sich versammelt und Gemeinden gegründet. Und so wird es auch in Zukunft bleiben bis ans Ende der Welt. Über Kriege und Kriegsgeschrei sollen wir nicht erschrecken, obwohl uns die Kriege der Gegenwart – etwa im Nahen Osten – sehr nahe kommen. Auch Naturkatastrophen und die damit verbundenen Hungersnöte sind erst der Anfang der Wehen.
Ein weiteres Zeichen ist die Christenverfolgung. Übrigens nichts Neues, wie man in den Märtyrer-Akten beispielsweise der Jüngerinnen und Jünger Jesu liest. Aber gegenwärtig nimmt die Christenverfolgung in erheblichem Umfang zu. Experten schätzen, dass deutlich mehr als 100 Millionen Menschen in über 50 Ländern unserer Erde verfolgt werden, weil sie sich zu Christus bekennen. Und Bedrängnis führt zu Verrat und Hass und Ungerechtigkeit und damit zum Erkalten der Liebe, sagt Jesus.
Jesus ermahnt die Seinen: wer treu bleibt, wer bis zum Ende standhält, der wird gerettet werden. Gehören wir dazu?
Advent. Ankunft! Darauf warten wir. Aber nicht allein auf die Ankunft Jesu im Stall von Bethlehem, sondern darauf, dass Christus kommen wird am Ende der Welt, zu richten die Lebenden und die Toten.

Predigttext für den Sonntag

Und Jesus ging aus dem Tempel fort und seine Jünger traten zu ihm und zeigten ihm die Gebäude des Tempels. Er aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch: Es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde. Und als er auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger zu ihm und sprachen, als sie allein waren: Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand verführe. Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen. Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort. Das alles aber ist der Anfang der Wehen. Dann werden sie euch der Bedrängnis preisgeben und euch töten. Und ihr werdet gehasst werden um meines Namens willen von allen Völkern. Dann werden viele abfallen und werden sich untereinander verraten und werden sich untereinander hassen. Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden. Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

Matthäus 24,1-14



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