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Wort für die Woche

21. Woche | Rogate – 21. Mai 2017

Der bittende Freund

Jesus erzählt die Geschichte vom bittenden Freund und wir fragen wo und in welcher Rolle kommt hier Gott vor. Könnte es sein, dass er uns in allen drei Freunden begegnet ?
Dass er uns beim Beten und Bitten in verschiedener Gestalt begegnen kann und will?

Zunächst ist Gott einer, der gebeten werden will und gebeten werden kann. Er ist der herausgerufene Freund, der zu jeder Zeit herausgerufen werden kann. Wenn ich einen Menschen bei Nacht herausklingele, damit er mit Brot aushilft, dann hört wahrscheinlich die beste Freundschaft bald auf. So nicht bei Gott. Wir können ihn jederzeit stören, er hört uns in jedem Fall, ihm können wir zu jeder Zeit alles sagen.

Gott ist aber auch der bittende Freund. Er tritt in Gestalt seines Sohnes Jesus Christus auch für uns ein und bittet für uns. Das wird besonders deutlich im Gebet, das Jesus uns gelehrt hat, im Vaterunser. Da nimmt er uns mit hinein in sein Verhältnis und seine Beziehung zu Gott und erlaubt uns mit ihm zusammen zu sprechen: Vater unser.

Da ist auch noch ein dritter Freund in unserer Geschichte. Er löst die Geschichte ja erst aus, als er auf seiner Reise  überraschend bei Nacht kommt. Auch in dieser Rolle kann uns Gott begegnen. „Ich bin hungrig gewesen und ihr habt mich gespeist“, sagt Jesus Christus. Hier kehrt sich alles um. Wir sind nicht nur die, die Hilfe brauchen, sondern auch die, die Hilfe geben können. Dietrich Bonhoeffer hat in seinem Glaubensbekenntnis geschrieben, das Gott „auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet“. Also nicht nur beten, sondern auch beten für das richtige Handeln, helfen wo man gebraucht wird.

Predigttext für den Sonntag

Und er sprach zu ihnen: Wenn jemand unter euch einen Freund hat und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Lieber Freund, leih mir drei Brote; denn mein Freund ist zu mir gekommen auf der Reise, und ich habe nichts, was ich ihm vorsetzen kann, und der drinnen würde antworten und sprechen: Mach mir keine Unruhe! Die Tür ist schon zugeschlossen und meine Kinder und ich liegen schon zu Bett; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben. Ich sage euch: Und wenn er schon nicht aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, dann wird er doch wegen seines unverschämten Drängens aufstehen und ihm geben, soviel er bedarf. Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Wo ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn, wenn der ihn um einen Fisch bittet, eine Schlange für den Fisch biete?  Oder der ihm, wenn er um ein Ei bittet, einen Skorpion dafür biete? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

Lukas 11, 5-13



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