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Wort für die Woche



12. Woche | Reminiscere – 17. März 2019

Ohne Kreuz keine Rettung

Reminiscere. Gedenke! Beispielsweise der ungezählten Menschen, die um ihres christlichen Glaubens in vielen Teilen der Welt benachteiligt, verfolgt, verhaftet, gefoltert, getötet werden. Gedenke der über 60 Millionen Menschen, die sich auf der Flucht vor Krieg und Bürgerkrieg, Dürre oder Fluten, Unterdrückung und Hunger befinden. Gedenke der vielen Menschen, die sich uneigennützig für Notleidende, Schiffbrüchige, Rechtlose, Verzweifelte einsetzen. Das Gedenke an diesem 2. Sonntag der Passionszeit will kein Ende nehmen.
Und dann dieser Text aus dem Johannesevangelium, der auf den ersten Blick an einen der vielen Pläne erinnert, wie die Welt zu retten ist. Doch Pläne gibt es reichlich. Von den Vereinten Nationen, der Europäischen Union, internationaler Hilfsorganisationen, Philosophen, Diktatoren, Religionen. Doch hat sich etwas geändert, ändert sich überhaupt etwas an der Finsternis der Welt und weiten Teilen des eigenen Lebens? Ist die Hoffnung auf Licht nicht eine trügerische, die immer wieder aufs Neue enttäuscht wird und zunehmend viele resignieren lässt? „Es hat ja doch keinen Zweck.“
Aber es hat Zweck. Sagt das Johannesevangelium, indem es unseren Blick auf das Kreuz von Golgatha lenkt. Zunächst erinnert es uns an eine alte Geschichte des Volkes Israel, das sich in der Wüste befindet und leidet. Es murrt gegen Gott, sehnt sich zurück nach Ägypten, dem Land der Fron, in dem es wenigstens etwas zum Essen gab. Und nun kommen noch die Schlangen dazu, die nichts wie Tod bedeuten. Da erhält Mose von Gott den Befehl: Auf einer Stange soll eine Schlange angebracht werden. Wer zu ihr aufschaut, wird nicht mehr vom Schlangenbiss getötet. So werden auch wir gerettet, wenn wir auf das Kreuz von Golgatha schauen. Denn Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt, dass sie gerettet wird.
Das Johannesevangelium richtet sich gegen die Finsternis auf und zeigt, dass es Licht in dieser Finsternis nur durch Jesus Christus gibt. Darum: Gedenke, dass der, der die Wahrheit tut, „der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.“ Gefordert ist ein jeder von uns. Und je mehr wir in unserem Alltag unseren Blick auf das Kreuz von Golgatha richten, so wie die alten Israeliten durch einen Blick auf die Schlange an dem Stab des Mose gerettet werden, desto mehr Licht kommt nicht nur in unser Leben, sondern auch in das der Welt. Denn Gott will, dass wir nicht verloren, sondern gerettet werden. Gedenke: Es gibt keinen größeren Plan für das Heil. Unser Heil, das Heil der Welt.

Predigttext für den Sonntag

14Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. 16Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 17Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. 18Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er hat nicht geglaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. 19Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. 21Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.

Johannes 3,14-21



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