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Wort für die Woche

33. Woche | 9. Sonntag nach Trinitatis – 13. August 2017

Auf Fels gebaut

Wir gehen in die Kirche, um Gottes Wort zu hören. Im Evangelium, den Lesungen und durch die Predigt kommt die gute Nachricht von der Liebe Gottes uns nah. Vor über zweitausend Jahren strömten die Menschen zu Jesus, um das Wort Gottes aus seinem Mund zu hören – nicht in einer Kirche, sondern auf einem Berg. Die Rede Jesu ist als die „Bergpredigt“ berühmt geworden. Am Ende steht ein Bildwort, das für uns heute genauso gilt wie für die Menschen damals:
„Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. … Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute.“

Es reicht also nicht, zu kommen und zu hören. Ja nicht einmal eine veränderte innere Haltung macht offenbar einen entscheidenden Unterschied. Jesus sagt hier klar: Auf das Tun kommt es an! Spricht Jesus sich hier etwa für den Gedanken der Werkgerechtigkeit aus? Hat er nicht eben noch gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten gewettert, die nur auf ihre guten Taten und ihre Gesetzestreue schauen? Was ist nun mit der großen Liebe Gottes, die er uns Menschen unverdient schenkt?

Doch es geht hier nicht darum, sich mit den Taten das Himmelreich verdienen zu wollen. Was Jesus meint, ist etwas anderes. Wir können in Situationen geraten, die an unserem Glaubens-Gebäude rütteln wie ein Sturm oder es untergraben wie ein Platzregen, der den Boden unter unseren Füßen mit sich reißt – Situationen, die alle unsere Überzeugungen in Frage stellen, bis sie womöglich in sich zusammenfallen wie ein Kartenhaus. Das können Ereignisse wie der Tod eines geliebten Menschen sein, die Erfahrung großer Ungerechtigkeit oder eine als sinnloses Leiden erlebte Krankheit. In diesen Situationen fällt es uns oft schwer, an unserem Vertrauen in den liebenden Gott festzuhalten. Jesus denkt an dieser Stelle wahrscheinlich sogar noch weiter und meint die Bedrängnis des letzten Gerichtes.

Entscheidend, um dann standzuhalten, so sagt es Jesus, ist das Fundament, das wir unserem Glauben gegeben haben. Wenn wir Gottes Wort nicht nur hören, sondern auch tun, dann wird dieses Fundament felsenfest sein. Dann wird unser Glaube kein bloßes Gedankengebäude sein, sondern eine eingeübte, mit Leben gefüllte Realität, die so schnell nichts mehr umwirft. So werden wir allen Stürmen trotzen können.

Predigttext für den Sonntag

Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.  Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.  Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.

Matthäus 7, 24-27



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