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Wort für die Woche

08. Woche | Sexagesimae – 19. Februar 2017

Vater unser im Himmel … Dein Reich komme!

Sie sind heute in die Kirche gekommen, um Gottes Wort zu hören. Die Aufgabe der Pfarrerin, des Pfarrers, ist es, die gute Nachricht Gottes (das Evangelium) zu verkündigen. Durch die Predigt, aber auch durch die Lieder, die Lesungen und die Gebete, durch die Musik, den Raum und die Personen, die Gottes Worte vermitteln, wird von Gottes großen Taten an seine Schöpfung bezeugt. Wie Samen, die aufs Land gestreut werden, säen wir Gottes gute Nachricht aufs Land hinaus, im Vertrauen darauf, dass Gott es gedeihen lässt.
Doch was mit den Samen geschieht, liegt nicht in unserer Hand. Die Taufe ist ein Beispiel dafür, wie Gott sein Reich unter uns ausbreiten lässt. Die Feier der Heiligen Taufe, besonders bei einem Säugling, ist ein hoffnungsvolles, fröhliches Ereignis voller Freude, Aufregung, Optimismus. Ein Wunder wird gleich geschehen! Durch Wort und Wasser, durch Glaube und Geist, verbindet sich Gott mit seinen Kindern im Sakrament der Taufe. Dort über dem Taufstein berühren sich tatsächlich Himmel und Erde. Gottes Reich bricht erneut in einem Menschenkind an! Gott sät das Geschenk des Heiligen Geistes in den Säugling. Wir wollen nichts anderes für dieses Kind, als dass es im Glauben wächst, gedeiht und eines Tages die Früchte seines Glaubens ernten darf.

Wir beten, dass dieses Kind zum Glauben an Gott behutsam herangeführt wird, dass es jede Möglichkeit bekommt, Gottes Wort zu hören, spielerisch zu erleben und an Leib und Seele zu erfahren. Damit es auch an Gottes Reich mit bauen kann. Es ist das schönste Geschenk überhaupt, wenn ich - besonders als Mutter bei meinen eigenen Kindern, als Religionslehrerin in der Schule, oder als Pfarrerin in der Gemeinde - die Früchte dieser Verkündigung „ernten“ darf. Wenn ich erlebe, dass meine Kinder gerne für andere Menschen beten; dass meine Konfirmandinnen freiwillig mitsingen und Fragen stellen; dass ein Gemeindeglied nach dem Gottesdienst sagt: „Danke für die Predigt; ich habe heute was dazu gelernt!“ All diese Früchte sind Zeichen für das erblühende Reich Gottes mitten unter uns.
Wir säen Samen des Reichs Gottes, wenn wir aus Gottes Wort leben. Der Heilige Geist treibt das Wachstum an, doch wir wissen nicht wie. Alles Wachstum bleibt ein geheimnisvolles Wunder, wofür wir schließlich nur beten können. Martin Luther erklärte Jesu Bitte im Vaterunser so: „Gottes Reich kommt auch ohne unser Gebet von selbst, aber wir bitten in diesem Gebet, dass es auch zu uns komme.“

Predigttext für den Sonntag

Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft  und schläft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst - er weiß nicht wie. Denn von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.

Markus 4,26-29



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