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Wort für die Woche

50. Woche | 2. Advent – 10. Dezember 2017

Warten auf ein großes Zeichen

Das Volk Israel fühlt sich verlassen, vergessen und verloren. Es wartet sehnsüchtig auf seinen Erlöser. Im Predigttext an diesem 2. Sonntag im Advent vermittelt der Prophet von Tritojesaja die bittere Klage seines Volkes an Gott: „Ach dass du den Himmel zerrissest und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen… Kein Ohr hat gehört, kein Auge hat gesehen einen Gott außer dir, der so wohltut denen, die auf ihn harren.“ Ein eindringliches Bußgebet des Volkes Israels, das doch voller Hoffnung und Erwartung ist. Trotz seiner Verfehlungen vertraut das Volk auf Gottes Barmherzigkeit und Gnade, sehnt seine Erlösung herbei und wartet auf ein großes Zeichen.
Von alters her prophezeit die Heilige Schrift, dass Gott in unsere irdische Welt mit gewaltigen Zeichen und Taten einbricht: die Berge zerfließen, der Himmel zerreißt, die Völker zittern mit Ehrfurcht vor ihrem mächtigen Schöpfergott.
Auch heute warten wir Christen noch, wir bangen, beten, tun Buße in dieser adventlichen Fastenzeit. Wir erwarten Jesu Wiederkunft. Im Lukasevangelium 21, 25-28 spricht Jesus auch von gewaltigen Zeichen an Sonne, Mond und Sternen. Auf Erden werden die Menschen vor dem Brausen und Wogen des Meeres verzagen. Die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen und sie werden sehen, wie der Menschensohn in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit kommt. „Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“
Doch wie damals vor über 2000 Jahren konnte die Menschheit erst im Nachhinein, nach Jesu Kreuzigung und Auferstehung, die Zeichen interpretieren. Die Zeichen um Jesu Geburt waren alles andere als spektakulär. Jesu Wundertaten bewiesen eine Kraft von einer anderen Welt; diese waren Hinweise auf Gottes Reich. Auch Jesu Tod war der eines Menschen. Die Evangelien berichten von gewaltigen Zeichen wie ein Erdbeben und eine Sonnenfinsternis, sowie das Reißen des Vorhangs im Tempel. Die Auferstehung geschah auch im Verborgenen und übersteigt unser Fassungsvermögen. Diese Zeichen von Gottes Reich können nur im Glauben erfasst werden.
Gewaltige Zeichen wie Natur- und Umweltkatastrophen durch den Klimawandel, steigende Spannungen zwischen Völkern und Religionen sowie Terrorattentate deuten auf unsere große Not. Wir brauchen Gottes Herrschaft mehr denn je. Es ist der Glaube an Jesus Christus, der uns in dieser scheinbaren Endzeit immer wieder aufsehen und unsere Häupter erheben lässt. Möge unser Bußgebet „Komm Herr Jesus“ sein, während wir unaufhörlich in unseren Nächsten den Herrn Jesus Christus suchen und ihm dienen.

Predigttext für den Sonntag

o schau nun vom Himmel und sieh herab von deiner heiligen, herrlichen Wohnung! Wo ist nun dein Eifer und deine Macht? Deine große, herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich. Bist du doch unser Vater; denn Abraham weiß von uns nichts, und Israel kennt uns nicht. Du, Herr, bist unser Vater; »Unser Erlöser«, das ist von alters her dein Name.  Warum lässt du uns, HERR, abirren von deinen Wegen und unser Herz verstocken, dass wir dich nicht fürchten? Kehr zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Erbe sind! Kurze Zeit haben sie dein heiliges Volk vertrieben, unsre Widersacher haben dein Heiligtum zertreten. Wir sind geworden wie solche, über die du niemals herrschtest, wie Leute, über die dein Name nie genannt wurde. Ach dass du den Himmel zerrissest und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen, wie Feuer Reisig entzündet und wie Feuer Wasser sieden macht, dass dein Name kundwürde unter deinen Feinden und die Völker vor dir zittern müssten, wenn du Furchtbares tust, das wir nicht erwarten, und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen! Auch hat man es von alters her nicht vernommen. Kein Ohr hat gehört, kein Auge hat gesehen einen Gott außer dir, der so wohltut denen, die auf ihn harren.

Jesaja 63,15-64,3



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