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Wort für die Woche

26. Woche | 2. Sonntag nach Trinitatis, 25. Juni 2017

Was für ein König ist unser Gott!

Das Himmelreich gleicht einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtet. Die Gäste werden von seinen Dienern persönlich eingeladen. Den Dienern geben die Eingeladenen zur Antwort: Sie wollen nicht kommen. Hier endet der Vergleich mit einem irdischen König. Seine Einladung gleicht damals einem Befehl.
Den Gästen droht Übles, wenn sie der Einladung nicht folgen. So wird es Matthäus und seinen Zeitgenossen über die römischen Herrscher berichtet. Schon die Einladungen allein jagen den Untertanen Angst ein.
Die Königsgleichnisse der Rabbiner rücken die Herrscher der römischen Weltmacht in ein kritisches Licht. Sie wollen recht Könige sein? Da ist ein größerer, ganz anderer König. Nur ihm gebührt die Herrschaft über die Erde. So kritisiert das Volk Gottes die Herrscher seiner Zeit und begibt sich damit in Gefahr; den jungen Christen wie Matthäus geht es ebenso.
Eine Spitze gegen die weltlichen Machtverhältnisse eröffnet das Gleichnis. So weit gehen viele Hörende mit. Wohin soll das führen? Gespannt öffnen sie sich für eine ihnen neue Sicht. Abermals sendet der König andere Knechte zu bereits Eingeladenen aus. Seine Einladung wird persönlich: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet,… kommt zur Hochzeit! Damit ist der Vergleich mit menschlichen Königen gesprengt. Eine zweite Einladung  haben sie nicht nötig. Die, welche  Gäste sein sollten, werden höchstens abgeholt, um ihrer Strafe zugeführt zu werden.
Was soll dieser hier aber für ein König sein? Die volle Enttäuschung, die allen einladenden Menschen droht, die Absage – nimmt er an. Er setzt ihr entgegen: die persönliche zweite Einladung an jeden einzelnen: Ich bin für dich bereit. Auf dich wartet ein Fest. Komm.
Das Himmelreich gleicht einer Kirchengemeinde, die einlädt. Die Gäste - kommen einfach nicht. Da geht es den engagierten Christen wie Gott. Sie scheinen es den Gästen nicht wert zu sein, ihre Vorbereitung ist vergeblich, das Fest droht auszufallen. Sie fragen sich: Was haben wir falsch gemacht?  Sie denken nach und erinnern sich: Wie lange hat es gedauert, bis ich Gott in mein Leben eingeladen habe? Wie viele Absagen habe ich schon erteilt? Wen habe ich für mich schon abgeschrieben? Wie froh bin ich, dass Gott mich zu seinem Fest eingeladen hat? Wovor habe ich Angst? Und sie laden noch einmal ein. Gehen den Gästen noch einmal nach. Laden anders ein, vielleicht auch andere. Dann kann es geschehen: das Himmelreich gleicht einer Kirchengemeinde, denn ihr König ist anders. Größer.

Predigttext für den Sonntag

Und Jesus fing an und redete abermals in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Das Himmelreich gleicht einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtete. Und er sandte seine Knechte aus, die Gäste zur Hochzeit zu laden; doch sie wollten nicht kommen. Abermals sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit!

Matthäus 22,1-4



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