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Wort für die Woche



39. Woche | 17. Sonntag nach Trinitatis, 23. September 2018

Gottes Liebe in der Welt bezeugen


Glauben wir noch daran, dass Gottes Heil bis an die Enden der Erde reicht? Die Bibel lässt keinen Zweifel daran: Gottes Liebe umfasst die ganze Welt. Alle Völker sollen am Heil Gottes teilhaben.

Denken wir heute auch noch so? Auch wenn die christlichen Kirchen in Deutschland noch viele aktive Mitglieder haben, hat das Interesse am Christentum und insbesondere an der Kirche als Institution nachgelassen. Viele Menschen sind heute auch ohne Religion glücklich. Zudem stehen Religionen heute vermehrt in der öffentlichen Kritik und müssen sich gegen zahlreiche Vorbehalte wehren. Nicht selten werden alle Religionen über einen Kamm geschoren. Doch die größte Herausforderung für das Christentum ist die wachsende Gleichgültigkeit dem Religiösen gegenüber. Das Christentum muss sich seine Bedeutung für das öffentliche Leben neu erkämpfen: Welchen Beitrag liefert der Glaube in unserer modernen Welt? Warum hat das Christentum eine so tragende Rolle in unserem öffentlichen Leben? Wie sähe unsere Gesellschaft ohne den Beitrag des Christlichen aus? Christinnen und Christen kommen nicht daran vorbei, diese Fragen zunächst für sich selbst zu beantworten. Sie brauchen die innere Klarheit, aus der heraus sie von ihrem Glauben erzählen können. Glaube ist immer etwas Persönliches. Daher sind die eigene christliche Überzeugung und die eigene Erfahrung mit dem Glauben besonders wichtig.

Christinnen und Christen können zum Licht werden für andere, denen der Glaube fremd geworden ist oder schon immer fern war. Sie können von ihren Erfahrungen erzählen und von ihren guten Gründen für den Glauben. Sie können die Botschaft Gottes in dieser Welt bezeugen. Sie stellen die Plausibilität des Religiösen in unserer Gesellschaft her.

So wie Gott einst den Propheten Jesaja als ein Licht in alle Welt aussandte, sendet er heute uns als Boten aus, die von seiner Liebe erzählen. Waren einst die Propheten das Licht für die Menschen, so sind wir es heute. Haben früher die Propheten Gottes Heil verkündigt, stehen wir heute für Gottes Liebe ein. Der christliche Glaube gewinnt Überzeugkraft durch die Menschen, die ihn glaubwürdig leben und ihn öffentlich bezeugen. Wir verleihen dem Christlichen das Gesicht in der Öffentlichkeit. Dazu  gewinnen wir selbst die Kraft durch unseren Glauben an Jesus Christus. Er leitet uns durch das Leben. Er spricht: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

Predigttext für den Sonntag

Hört mir zu, ihr Inseln, und ihr Völker in der Ferne, merkt auf! Der HERR hat mich berufen von Mutterleibe an; er hat meines Namens gedacht, als ich noch im Schoß der Mutter war. Er hat meinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, mit dem Schatten seiner Hand hat er mich bedeckt. Er hat mich zum spitzen Pfeil gemacht und mich in seinem Köcher verwahrt. Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch den ich mich verherrlichen will. Ich aber dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz. Doch mein Recht ist bei dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott. Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht bereitet hat, dass ich Jakob zu ihm zurückbringen soll und Israel zu ihm gesammelt werde – und ich bin vor dem HERRN wert geachtet und mein Gott ist meine Stärke –, er spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Völker gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde.

Jesaja 49,1-6



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