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Wort für die Woche



43. Woche | 21. Sonntag nach Trinitatis, 21. Oktober 2018

Ein Quantum Trost

Ich bekomme gern Briefe. Zum Beispiel zum Geburtstag, wenn ich durch sie erfahre, wie wichtig ich dem einen, der anderen bin. Hier ist ein Brief von Jeremia, den er im Auftrag Gottes an sein Volk schreibt: Ihr seid mir wichtig! Ich bin bei euch! Er schreibt an diejenigen seines Volkes, die Anfang des 6. Jahrhunderts im Exil leben mussten. Und Gott verspricht den Menschen in der Fremde Heil und Frieden. Jetzt lese ich diese Sätze wie für mich und für uns geschrieben. Sie tun mir gut, auch wenn meine und unsere Situation eine völlig andere ist. Ich lebe nicht im fremden Land, und doch höre ich die Ermutigungen des Briefes: „Sucht der Stadt Bestes!“ Also nicht nur: sucht der Kirche Bestes! Die Gemeinde Gottes ist keine Insel der Seligen, sie ist immer inmitten von Menschen und Städten, die uns brauchen, unsere Arbeit der Verkündigung in Wort und Taten. Unsere Angebote, die offen sind für alle Menschen, ob sie in unserer Stadt ihre Heimat haben oder in der Fremde leben. Wir sollen auf die Menschen zugehen und aufmerksam sein für das, was sie brauchen. Unser Engagement endet nicht an der Kirchentür. Lebt, so gut ihr könnt, in eurer Stadt, in eurem Stadtteil, in eurer Straße. Nehmt euer Leben in die Hand, gestaltet eure Welt und überlasst sie nicht nur Anderen.

Und dann dieser Satz: „Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr: Gedanken des Friedens und nicht des Leides“. Es ist eine der tröstlichsten Zusagen unserer Bibel. Diese tun mir gut wie die guten Wünsche zum Geburtstag.
Auch wenn ich mich manchmal Gott nicht nahe fühle und er mir mehr Fragen aufgibt als Antworten, erfahre ich die Ermutigung Gottes: ein gehöriges Quantum Trost!
Und dann, am Schluss: „Ich will mich von euch finden lassen!“ Mein Suchen nach Gott, meine Fragen an ihn und mein ernsthaftes Gebet zu Gott haben Sinn. Nichts geht ins Leere.

Zukunft und Hoffnung verspricht Gott uns als Gemeinde. Darauf dürfen wir bauen, auch in Zeiten der Verunsicherung und der Veränderungen. Kirche wird sich wandeln wie die Gesellschaft, in der sie lebt. Nicht mehr alles Vertraute wird zu halten sein.
Aber mit Gottvertrauen werden wir die Gemeinde erhalten, in der wir leben. Auch zum Wohl der Menschen und der Stadt. Denn ich bin überzeugt, dass wir Christen den Menschen unserer Stadt etwas zu bieten haben: dass wir ihr Bestes suchen, zum Wohl aller Menschen.

Predigttext für den Sonntag

Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte. So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu allen Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegführen lassen: Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt euch dort, dass ihr nicht weniger werdet. Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's euch auch wohl. Denn so spricht der HERR: Wenn für Babel siebzig Jahre voll sind, so will ich euch heimsuchen und will mein gnädiges Wort an euch erfüllen, dass ich euch wieder an diesen Ort bringe. Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will eure Gefangenschaft wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich euch verstoßen habe, spricht der HERR, und will euch wieder an diesen Ort bringen, von wo ich euch habe wegführen lassen.

Jeremia 29,1.4-7.10-14



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