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Wort für die Woche



03. Woche | 1. Sonntag nach Epiphanias – 13. Januar 2019

Gottes Wort macht den Weg frei

Dem noch jungen Jahr stehen wir oft mit gemischten Gefühlen gegenüber. Jetzt ist die Zeit, um unsere Termine in die neuen Kalender einzutragen: Wir planen voller Vorfreude den Jahresurlaub und markieren die Geburtstage, notieren uns aber auch die herausfordernden Termine wie Umzüge, Arbeitsplatzwechsel oder schwierige Aufgaben. Und dann sind da die Dinge, die sich nicht im Kalender eintragen lassen: Angst vor wiederkehrenden Krankheiten, Konflikte mit nahestehenden Menschen, wirtschaftliche Schwierigkeiten – Probleme, die für uns am Anfang des Jahres noch unlösbar scheinen. Mit solch gemischten Gefühlen blickte auch das Volk Israel nach dem Tod Moses und vor dem Einzug ins Gelobte Land in die Zukunft – voll Freude auf das Kommende und gleichzeitig mit Sorge vor den unüberwindlich scheinenden Problemen.
Das Volk Israel war nach 40 Jahren Wüstenwanderung am Jordan angekommen. Josua sollte das Volk in das gelobte Land führen. Es gab jedoch Hindernisse: Nicht genug, dass auf der westlichen Seite des Jordans militärisch gut gerüstete Völker wohnten. Nun hatte auch noch ein Hochwasser eingesetzt. Der Jordan war zu einem reißenden Strom geworden. Wie sollte das Volk Gottes, mit all seinem Hab und Gut, den Fluss überwinden? Die Wendung brachte eine Weisung Gottes: Auf sein Geheiß hin wies Josua die Priester an, die Bundeslade mit den Zehn Geboten ins Wasser zu tragen. Als die Priester mit dem kostbaren Behältnis für Gottes Wort im Jordan standen, wurde der Weg plötzlich frei für das Volk Israel. Das Wasser stoppte, sodass Frauen, Männer und Kinder sicher zu Fuß durch den Jordan auf das andere, das verheißene Ufer, gelangen konnten.
Das Wort Gottes macht für das Volk den Weg frei. Solange diese Zusagen und Weisungen Gottes den Weg des Volkes begleiten, weichen die Fluten. Mit den Zehn Geboten öffnet Gott seinem Volk den Weg in das Neue. Solange sie diese Regeln mit sich tragen, soll es ihnen gut gehen. Wenn sie jedoch die guten Regeln Gottes verlassen, müssen sie ihren Weg ohne Gott gehen.
Nicht weit von der Stelle, an der das Volk Israel durch den Jordan zog, ließ sich Jesus ca. 1300 Jahre später von Johannes dem Täufer taufen. Jesus, das Mensch gewordene Wort Gottes. Und wieder ist es das Wort Gottes, das den Weg frei macht. Diesmal sind es nicht die Zehn Gebote in einem Kasten, sondern es sind die lebendigen Worte Jesu, die in unsere Herzen einziehen. Sie kräftigen uns, sie machen uns Mut und sie tragen uns durch die vor uns liegende Zeit.

Predigttext für den Sonntag

5Und Josua sprach zum Volk: Heiligt euch, denn morgen wird der HERR Wunder unter euch tun. 6Und Josua sprach zu den Priestern: Hebt die Bundeslade auf und geht vor dem Volk her! Da hoben sie die Bundeslade auf und gingen vor dem Volk her. 7Und der HERR sprach zu Josua: Heute will ich anfangen, dich groß zu machen vor ganz Israel, damit sie wissen: Wie ich mit Mose gewesen bin, so werde ich auch mit dir sein. 8Und du gebiete den Priestern, die die Bundeslade tragen, und sprich: Wenn ihr an das Wasser des Jordans herankommt, so bleibt im Jordan stehen. 9Und Josua sprach zu den Israeliten: Herzu! Hört die Worte des HERRN, eures Gottes! 10Daran sollt ihr merken, dass ein lebendiger Gott unter euch ist und dass er vor euch vertreiben wird die Kanaaniter, Hetiter, Hiwiter, Perisiter, Girgaschiter, Amoriter und Jebusiter: 11Siehe, die Lade des Bundes des Herrn der ganzen Erde wird vor euch hergehen in den Jordan. 17Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über den Jordan gekommen war.


Josua 3,5-11.17



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