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Monatsspruch

Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich bin der Herr.

3. Mose 19,32

Eine ältere Dame betritt die S-Bahn. Ein Mädchen steht auf. Pikiert rümpft die Dame die Nase und sagt: „Sehe ich denn wirklich so alt aus?“ Was ist schlimmer: alt zu wirken oder alt zu werden? Was für eine Frage! Wer heute „alt aussieht“, muss noch lange nicht alt sein. Das ist wirklich ein Problem. Wenn manche zum „alten Eisen“ gerechnet werden, weil sie nicht so viel lernen, nicht so viel leisten oder nicht so viel lächeln wie andere, hat das nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit fehlendem Respekt. Altern wird oft nur mit Abbau verbunden und mit Abwertung bestraft. Dabei ist Altern die Veredlung des Lebens, aber nicht seine Verelendung. Wie wertvoll ist es, wenn ein Mensch die Furchen, die das Leben im Gesicht hinterlässt, in Würde trägt! Tausend Falten, tausend Spuren gelebten Glücks und erlittener Not prägen das Gesicht. Unter den Eingeborenen Australiens wächst der Respekt vor einem Menschen mit der Anzahl seiner Lebensjahre. Was für eine herrliche Idee! Alte Menschen werden nicht mehr nach den Kosten für Rente und Pflege bewertet, sondern nach dem Reichtum ihrer Erfahrungen. Wie arm freilich ein Mensch im Alter sein kann, wenn er diesen Reichtum verliert und alles vergisst, wissen alle. Aber Gott vergisst nichts und niemand: „Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet“ (Jes 46,4). Das ist der Grund, aufzustehen, um zu würdigen, und aufzusehen auf den großen Menschenliebhaber aller Müden und Mühseligen.



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