Neukirchen Vluyn | 03.03.2026
Fachtag „Demenz und Palliative Care“
Demenz stellt Betroffene, Angehörige und Fachkräfte täglich vor neue Herausforderungen. In Pflegeeinrichtungen prägt sie den Alltag in vielfältiger Weise. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet sie den Übergang in eine letzte, oft von Abschied geprägte Lebensphase. Palliative Care wird damit zu einem unverzichtbaren Bestandteil ganzheitlicher Pflege. Eine dementielle Erkrankung und die palliative Versorgung sind untrennbar miteinander verbunden und zählen zu den zentralen Themen der stationären Pflege. Sie erfordern eine Haltung, die fachliches Wissen mit Respekt, Achtsamkeit und Wertschätzung gegenüber den erkrankten Menschen und ihren Angehörigen verbindet.
Zu diesen lebenswichtigen Themen hatte der Fachbereich Pflege im Krefelder Gerhard Tersteegen Haus im Rahmen eines Fachtages „Demenz und Palliative Care“ eingeladen. 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Pflege, Betroffene und Angehörige folgten der Einladung, um Erfahrungen aus dem Pflegealltag auszutauschen, neue Perspektiven kennenzulernen und aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.
Im Mittelpunkt standen praxisnahe Impulse sowie die Frage, wie eine würdevolle Begleitung von Menschen mit Demenz in ihrer letzten Lebensphase gelingen kann. Neben Fachvorträgen bot der Fachtag Raum für intensive Arbeitsgruppen. Dort wurden konkrete Fragestellungen aus dem Pflegealltag vertieft und Perspektiven zur Palliativversorgung, einem höherem Personalschlüssel, Finanzierung und Weiterbildung oder zur Bedeutung von Patientenverfügungen beraten.
Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zeigten eindrucksvoll, wie wichtig der interdisziplinäre Austausch ist. Viele Teilnehmende nahmen wertvolle Anregungen für ihre tägliche Arbeit mit – etwa zu der Frage: „Wie gehe ich mit meiner Selbstpflege nach dem Tod eines Menschen um?“. Besonders positiv wurde die offene Atmosphäre bewertet, die es ermöglichte, auch persönliche Erfahrungen einzubringen und voneinander zu lernen.
Fazit: Der Fachtag machte deutlich, dass die Verbindung von Demenz- und Palliativversorgung eine kontinuierliche fachliche Auseinandersetzung erfordert. Die intensiven Ergebnisse der Arbeitsgruppen und das durchweg positive Feedback bestätigten die Bedeutung solcher Formate.
Weitere Infos und Kontaktdaten zur Seniorenhilfe im Neukirchener Erziehungsverein unter neukirchener.de: Seniorenhilfe
