Vertrauen, Halt und neue Wege finden

In Haus Elim begleiten wir Mädchen und junge Frauen im Alter von 13 bis 21 Jahren, deren Leben häufig von Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung und Beziehungsabbrüchen geprägt ist. Viele der Mädchen leiden unter emotionalen und sozialen Entwicklungsrückständen, posttraumatischen Belastungsstörungen, selbst verletzendem Verhalten, sowie selbst- und fremdgefährdendem Verhalten. Sie brauchen eine intensive therapeutische, pädagogische und individuelle Begleitung, ergänzt durch Schul- und Ausbildungsförderung.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem Jugendamt und den Eltern neue Perspektiven zu entwickeln: Die Rückkehr in die Familie oder der Weg in ein eigenständiges Leben. Grundlage dafür ist eine umfassende Diagnostik (Assessment), die uns hilft, jedes Mädchen bestmöglich zu verstehen und zu fördern. Unsere interne Elternberatung unterstützt die Familien, sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen und neue Wege zu finden.

Ausstattung

Im Haus Elim gibt es vier Wohngruppen sowie Einzelappartements für den Bereich (Vor)Verselbstständigung. Neben Therapie- und Beratungsräumen befinden sich auf dem Gelände auch eine weitere Intensivgruppe, ein Schulgebäude mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung, eine Reithalle, Stallungen, ein Sportplatz, ein Pool, ein Trampolin und viele weitere Freizeitmöglichkeiten. So schaffen wir einen sicheren Rahmen, in dem die Mädchen lernen, wachsen und neue Erfahrungen sammeln können.

Besonderheiten

Zu Beginn der Aufnahme führen wir ein umfassendes Assessment mit psychologischen Tests und sozialpädagogischer Diagnostik durch. Wir bieten Einzel- und Gruppentherapie, basierend auf integrativen Ansätzen aus Trauma-, Verhaltens- und systemischer Therapie. Unsere Elternberatung unterstützt Familien, neue Perspektiven zu entwickeln. Außerdem spielt die Erlebnispädagogik mit Freizeiten und Projekten – wie unserer zehntägigen Reise an die Ardéche – eine große Rolle. So verbinden wir therapeutische Arbeit, pädagogische Förderung und Erlebnisse, die Mut machen und stärken.

Am Beginn der Unterbringung steht eine umfangreiche Diagnostik, bestehend aus psychologischen Testverfahren und einer sozialpädagogischen Diagnostik, angelehnt an Uwe Uhlendorff. Im Ergebnis dieses umfangreichen Diagnoseprozesses steht eine ausdifferenzierte Bündelung und Verzahnung verschiedener Diagnoseverfahren, die einen detaillierten Fokus auf Entwicklung, Störungsbild und Selbstwahrnehmung des Jugendlichen ergeben. Daraus resultieren weitere Handlungsoptionen für Pädagogik und Therapie und schließlich ein differenzierter Bericht der aller Ergebnisse.

Psychotherapie und Gruppentherapie wird den Mädchen bei Bedarf angeboten. Sie versteht sich als integrative Psychotherapie, welche die Anwendung verschiedener Methoden  unterschiedlicher Schulen, z.B. Verhaltenstherapie, systemische und lösungsorientierte Ansätze als auch traumatherapeutische Techniken beinhaltet.

Elternberatung im Rahmen unserer stationären Jugendhilfeeinrichtung, die durch zwei Familientherapeuten durchgeführt wird,  kommt eine eigenständige Aufgabe zu: Sie bringt sowohl die Perspektive der Eltern als auch das Erleben der Jugendlichen innerhalb ihres Systems Familie mit in die Prozesse der Erziehungs- und Hilfeplanung mit ein. Den Eltern wird ein Ort geboten um eigene Themen in Bezug auf die veränderte Familiensituation und den damit in Zusammenhang stehenden Veränderungen auseinanderzusetzen und neue Sichtweisen zu ermöglichen.

Erlebnispädagogik hat in Haus Elim einen hohen Stellenwert. Unter anderem bieten wir in den Osterferien allen interessierten Mädchen eine 10-tägige, erlebnispädagogische Freizeit an der Ardéche an.

Der (Vor)Verselbstständigungsbereich des Hauses Elim bietet unterschiedliche Möglichkeiten der individuellen Verselbstständigung. Das „Birkenhaus“ bildet das Herzstück des Bereichs, das neben Einzelzimmern, einem Trainingsappartement und Einzelappartements mit Gemeinschaftsräumen sowie einem Büro für die Mitarbeitenden ausgestattet ist. Ferner integriert das Haupthaus auf dem gleichen Gelände Einzelappartements, ebenso besteht die Möglichkeit der pädagogische Betreuung in Einzelappartements extern im Ort.

Zu Beginn der Aufnahme erfolgt eine individuelle Bedarfsanalyse, die Rückschlüsse auf die zukünftige Hilfeleistung/Verselbstständigung ergibt. Durch die unterschiedlichen Möglichkeiten in dem Bereich ist ein hohes Maß an individueller Hilfeleistung, angepasst an den temporären Bedarf der Mädchen möglich.

Freie Plätze

Wir informieren regelmäßig über aktuelle freie Plätze in unserer Mutter-Vater-Kind-Einrichtung und Haus Elim. Bei Interesse oder Fragen zu Freiplatzmeldungen können Sie sich jederzeit direkt an uns wenden – wir beraten Sie gern persönlich.

Aktuell stehen 2 offene Plätze zur Verfügung.

Bitte fragen Sie beim zuständigen Sekretäriat nach.

Methoden & Ziele

Methoden & Ziele

Ganzheitliche Zusammenarbeit
Unsere intensivpädagogisch-therapeutische Arbeit ist eng mit der vernetzten Kultur des Hauses verbunden. Wir arbeiten mit Jugendämtern, Eltern, Schulen, Ausbildungsstellen und weiteren Fachkräften zusammen. Diese enge Kooperation schafft ein therapeutisches Milieu, das Vertrauen gibt und stabile Beziehungen ermöglicht.

Individuelle Förderung und Struktur
Jedes Mädchen wird mit Respekt vor ihrer Biografie begleitet. Wir helfen ihnen, ihre Ressourcen zu stärken, Grenzen zu erweitern und neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Ein klar strukturierter Tagesablauf, ein überschaubares Regelwerk und unterschiedliche pädagogische Ansätze in den Wohngruppen geben Sicherheit und Orientierung.

Verlässliche Begleitung
Jedes Mädchen wird von einer Mentorin oder einem Mentor begleitet, die als Vertrauensperson und Koordinatorin zur Seite steht. Vielfältige Freizeitangebote, sport- und erlebnispädagogische Ferienfreizeiten fördern soziale Kompetenzen, Selbstvertrauen und ein positives Selbstbild.

Partizipation und Selbstwirksamkeit
Die Beteiligung der Mädchen ist zentral: durch Gruppengespräche, das Mädchenparlament und gemeinsame Entscheidungen lernen sie Verantwortung zu übernehmen und Selbstwirksamkeit zu erleben.

Ergänzende Angebote
Eingangsdiagnostik, psychologische Begleitung sowie vielfältige Angebote aus Sport, Musik, Kreativität und Reitsport sind fester Bestandteil unseres Konzepts. So schaffen wir ein breites Spektrum an Erfahrungsräumen, in denen die Mädchen sich entwickeln können.

Unser Ziel
Wir bieten jedem Mädchen eine tragfähige Beziehung und unterstützen sie dabei, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten, eine positive Lebensperspektive zu entwickeln und zu einer eigenständigen, gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit heranzuwachsen.

Ihre Ansprechpartner

Melanie Klein

Leitung Haus Elim

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Petra Kopf-Lier

Therapeutisch-pädagogische Leitung

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Petra von Zabiensky

Pädagogische Leitung/Aufnahmekoordination

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Nina Friese

Pädagogische Leitung

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Sonja Guettouche

Pädagogische Leitung

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Angela Neugebauer

Pädagogische Leitung

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Aufnahmeanfragen

Sekretariat Haus Elim

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