Über das Kinder- und Jugenddorf
Hier wachsen Kinder und Jugendliche über sich hinaus
Als spezialisiertes Kinder- und Jugenddorf bieten wir seit über 50 Jahren Jungen ein geschütztes Umfeld, in dem sie in multiprofessioneller Begleitung wachsen und neue Perspektiven entfalten können. Unsere intensiven, traumapädagogisch und erlebnispädagogisch ausgerichteten Wohngruppen fördern Stabilität, Selbstwirksamkeit und soziale Sicherheit – für jeden Jungen individuell geplant.
Wir vernetzen Pädagogik, Therapie, Schule und Freizeit, um bedarfsgerechte Unterstützung zu leisten – vom Alltag bis zur Schule – und begleiten die jungen Menschen auf ihrem Weg zurück in die Familie oder in die Verselbstständigung.
Aktuell arbeiten wir in vier Bereichen, um Jungen bestmöglich zu begleiten und zu fördern:
- Unterstützung für Kinder mit komplexen Traumata und Bindungsstörungen im Alter von etwa 8 bis 12 Jahren.
- Begleitung von Jugendlichen ab etwa 14 Jahren, die sexuelle Grenzen überschritten haben.
- Betreuung von Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, zur Vermeidung oder Verkürzung von Untersuchungshaft.
- Intensive pädagogische und therapeutische Hilfe für Jugendliche ab etwa 14 Jahren mit besonderem Unterstützungsbedarf.
Im Kinder- und Jugenddorf setzen wir auf eine Kultur der Sicherheit und des Vertrauens. Unser Ziel ist es, dass alle – Leitung, Mitarbeitende und Jungen – physische und psychische Sicherheit erleben, um gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.
Methoden & Ziele
Unsere Ziele
Wir respektieren die oft schwierige Lebenssituation der Jungen und ihrer Familien. Gleichzeitig gehen wir so individuell wie möglich auf jeden Einzelnen ein. Gemeinsam mit den Familien und dem Jugendamt erstellen wir einen Hilfeplan. Darin legen wir Ziele, Aufgaben und Perspektiven fest. Dabei stellen wir die Stärken und Fähigkeiten der Jungen in den Vordergrund. Diese helfen, neue Verhaltensweisen zu erlernen, Konflikte anders zu lösen und Beziehungen – besonders innerhalb der Familie – besser zu gestalten.
Der Aufenthalt im Kinder- und Jugenddorf ist in der Regel zeitlich begrenzt. Unser Ziel ist es, dass die Jungen – mit neuen Kompetenzen und positiven Erfahrungen – in ihre Familien zurückkehren. Dabei legen wir großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, um deren Fähigkeiten zu stärken. Die besten Voraussetzungen für einen guten Neuanfang entstehen, wenn sich Jungen und Familien während der Unterbringung gemeinsam entwickeln.
Für Jungen, die nicht in ihre Familien zurückkehren können, bieten wir Wohnformen der Verselbstständigung an. Um Schulprobleme zu bewältigen, haben wir mit unseren FörderschulenProjektklassen entwickelt: kleine Klassen mit individueller Förderung. Viele Jungen erleben hier Schule zum ersten Mal positiv. So möchten wir ihre Lern- und Leistungsbereitschaft stärken, das Sozialverhalten fördern und den Wechsel in reguläre Schulen ermöglichen.
Unsere Methoden
Wir verbinden im Kinder- und Jugenddorf verschiedene pädagogische und therapeutische Ansätze: systemisch-lösungsorientierte, trauma- und verhaltenstherapeutische, sexualtherapeutische sowie erlebnispädagogische Methoden.
Wir setzen auf attraktive Medien wie Fußball, Hochseilgarten, Klettern, Wassersport, künstlerische und handwerkliche Angebote. Gruppenaktivitäten und Freizeiten schaffen positive Erlebnisse und Lernanlässe. Dabei entdecken die Jungen ihre Ressourcen, entwickeln Alltagskompetenzen und stärken ihr Sozialverhalten.
Jeder Junge hat einen Bezugserzieher, der eine verlässliche Beziehung bietet. Dieser sorgt auch für eine enge Verzahnung von Pädagogik, Elternarbeit, Schule und Therapie.
Gruppenübersicht
Jungen ab ca. 9 Jahren | intensivpädagogisch - therapeutische Gruppe
Kapazitäten
7 intensivpädagogisch - therapeutische Plätze
Zielgruppe
Jungen ab ca. 9 Jahren mit auffälligem Verhalten aufgrund psychosozialer Störungen, Bindungsstörungen und belastender Biographie
Team
7 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Pädagogischer Ansatz
Traumapädagogik, verlässlich zugewandte Haltung, Stabilisieren durch Struktur geben und Alltag erleben, erlebnispädagogische und freizeitpädagogische Elemente.
Jungen ab ca. 14 Jahren | intensivpädagogisch - therapeutische Gruppe
Renovierter Bungalow in ländlicher, reizarmer Umgebung mit großem Außengelände. Eine Projektklasse der Hans-Lenhard-Förderschule mit Werkstattklasse ist am Standort integriert.
Kapazitäten
7 intensivpädagogisch - therapeutische Plätze inklusive Appartementplätze
Zielgruppe
Jungen ab ca. 14 Jahren mit starken Verhaltensauffälligkeiten, häufig mit dem Ziel der Beheimatung und anschließender Hinführung zur Verselbständigung
Team
7 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Pädagogischer Ansatz
Lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten, Anknüpfen an den Stärken der Jungen, Jungenpädagogik (-coaches), systemische Elternarbeit
Jungen ab ca. 8 Jahren | intensivpädagogisch - therapeutische Gruppe
Kapazitäten
7 intensivpädagogisch - therapeutische Plätze
Zielgruppe
Jungengruppe ab ca. 8 Jahren für Kinder mit Bindungsstörungen, Traumatisierungen oder Aufmerksamkeitsstörungen
Team
7 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Pädagogischer Ansatz
Stabilisieren durch Struktur geben und Alltag erleben, Einsatz kreativer Methoden, Traumafachberater, Traumapädagogik, Freizeit- und Erlebnispädagogische Elemente; enge Zusammenarbeit mit Therapie und Projektklassenbeschulung. Die Entwicklung eines differenzierten Spezialangebotes ist möglich.
Jungen ab 14 Jahren | Therapeutische Interventionsgruppe
Therapeutische Interventionsgruppe, Behandlungsgruppe für sexuell grenzverletzende Jungen, Aufnahmealter ab 14 Jahren
Kapazitäten
6 intensivpädagogisch - therapeutische Plätze
Zielgruppe
Jungen, die sexualisierte Gewalt zeigen und/oder eine gestörte psychosexuelle Entwicklung aufweisen sowie Macht missbrauchen und manipulieren
Team
7 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Pädagogischer Ansatz
12-monatiges integratives Behandlungsmodell im Sinne eines Stufenplanes zur Bearbeitung des sexuell auffälligen Verhaltens, Vermittlung von Selbstkontrolltechniken, Integration von Therapie, Pädagogik und Schule, 8 Wochen freiheitsentziehende Maßnahme nach §§ 1631, 1631b BGB i.V.m. / §§ 49a, 70ff FGG
Jungen ab 14 Jahren | Therapeutische Interventionsgruppe
Therapeutische Interventionsgruppe, Behandlungsgruppe für sexuell grenzverletzende Jungen, Aufnahmealter ab 14 Jahren
Kapazitäten
6 intensivpädagogisch - therapeutische Plätze
Zielgruppe
Jungen, die sexualisierte Gewalt zeigen und/oder eine gestörte psychosexuelle Entwicklung aufweisen sowie Macht missbrauchen und manipulieren
Team
7 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Pädagogischer Ansatz
12-monatiges integratives Behandlungsmodell im Sinne eines Stufenplanes zur Bearbeitung des sexuell auffälligen Verhaltens, Vermittlung von Selbstkontrolltechniken, Integration von Therapie, Pädagogik und Schule, 8 Wochen freiheitsentziehende Maßnahme nach §§ 1631, 1631b BGB i.V.m. / §§ 49a, 70ff FGG
Jungen ab ca. 13 Jahren / intensivpädagogisch - therapeutische Gruppe
Der Restbauernhof außerhalb des Ortskerns von Neukirchen-Vluyn verfügt über ein großes Gelände mit vielfältigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.
Kapazitäten
7 intensivpädagogisch - therapeutische Plätze
Zielgruppe
Jungen ab ca. 13 Jahren mit massiven Verhaltensauffälligkeiten und Beziehungsstörungen aufgrund belastender Biographie
Team
7 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Pädagogischer Ansatz
Lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten, annehmende Haltung und wohlwollende Präsenz im Alltag, systemische Elterncoaches, Jungenpädagogik (-coaches)
Jungen ab ca. 11 Jahren / intensivpädagogisch - therapeutische Gruppe
Kapazitäten
7 intensivpädagogisch - therapeutische Plätze
Zielgruppe
Jungen ab ca. 8 Jahren mit psychosozialen Störungsbildern, belastender Biographie und Störungen in Beziehungsgestaltung und Bindungsaufbau
Team
7 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Pädagogischer Ansatz
Strukturgebende Alltagsgestaltung, erlebnispädagogische sowie freizeitpädagogische Elemente, systemische Elternarbeit, Traumapädagogik
Nachsorgegruppe zu den " TIG" oder anderen Behandlungsmodellen sexuell auffälliger Jungen
Kapazitäten
7 intensivpädagogisch - therapeutische Plätze
Zielgruppe
Jungen mit gestörter psychosexueller Entwicklung, die nach einem Behandlungsmodell einer weiteren Nachsorge bedürfen.
Team
6 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Pädagogischer Ansatz
Selbstregulation und Selbststeuerung erlernen und vertiefen, Eigenverantwortung erhöhen und altersentsprechende Verselbständigung fördern, freizeit- und erlebnispädagogische Interventionen. Einzel- und Gruppentherapie ergänzen das pädagogische Arbeiten.
Jungen ab ca. 14 Jahren / intensivpädagogisch - therapeutische Betreuung
Die Wohngruppe befindet sich im städtischen Umfeld von Kamp-Lintfort. Neben den Gruppenräumlichkeiten steht ein Apartment zur Vorverselbständigung zur Verfügung.
Kapazitäten
7 intensivpädagogisch - therapeutische Plätze
Zielgruppe
Jungen ab ca. 15 Jahren mit traumarelevanten Verhaltensauffälligkeiten und Schwierigkeiten im Umgang mit Themenfeldern der altersentsprechenden Identitätsbildung.
Team
7 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Pädagogischer Ansatz
Lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten, regelmäßige Reflexion von alters- und themenspezifischen Entwicklungsfeldern durch unterschiedlichste Gesprächsführungstechniken, Biographie-Arbeit, erlebnis- und freizeitpädagogische Elemente (z.B. Kiten).
Jungen ab ca. 14 Jahren / Intensivgruppe
Intensivgruppe (klare Tagesstruktur, enge pädagogische Führung und eindeutiger Regelrahmen, im Gruppenkontext stattfindende Tagesreflexion, Vorbereitung auf die Hauptverhandlung) für straffällig gewordene Jungen ab 14 Jahren zur U-Haftvermeidung /-verkürzung gemäß § 71/72 JGG und für Jungen gemäß § 34 SGB VIII, die sich auf diesen Kontext einlassen wollen
Kapazitäten
6 bis 8 Plätze
Zielgruppe
Jungen ab ca. 14 Jahren mit massiven Verhaltensauffälligkeiten und ggf. straffälligem Verhalten in der Vergangenheit
Team
7 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
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