Galater 4,31 Kalenderspruch vom 09.10.2026
So sind wir nun nicht Kinder der Magd, sondern der Freien.
„Ans Gesetz wollt ihr euch also halten? Dann seht doch auch hin, was dort steht!“ (vgl. V. 21), fordert Paulus die Galater auf. Mit einem Sinnbild aus der Tora, also aus jener Schrift, die auch die Gebote beinhaltet, an die sie sich so klammern, untermauert er seinen Standpunkt: Nicht das Festhalten an Regeln und menschlichen Kräften, sondern nur der Glaube an die Zusage Gottes macht uns frei und führt zur Erlösung. So war es schon bei Abraham, der Gottes Verheißung zunächst nicht so recht vertrauen wollte und mit Hagar auf eigene Faust einen Nachkommen zeugte: Ismael, der als Sohn einer Sklavin nie die Freiheit erlangen würde, die sein jüngerer Bruder hat. Entgegen aller Gesetze der Natur gebar seine Sara aber dann doch noch einen Erben. – Als Christen stehen auch wir in dieser Erbfolge und sind zur Freiheit bestimmt. Machen wir uns also nicht unfrei, indem wir uns starre Regeln auferlegen!
LESETIPP:
Klaus-Rüdiger Mai: Und wenn die Welt voll Teufel wär. Martin Luther in Worms. 364 S., geb., 25,00 € (Evangelische Verlagsanstalt). – Klaus-Rüdiger Mai erzählt von Luthers Weg nach Worms und seiner Zeit auf der Wartburg. Er lässt die Zweifel und Ängste Luthers deutlich werden und schließlich den Mut des Mannes, der in Zeiten von Korruption, Unterdrückung und Dekadenz für seinen Glauben und seine Gewissheiten einstand und damit die Welt veränderte.
F: Galater 4,21–31 · K: Lukas 23,32–34
Die ganze Welt hast du uns
