Monatsspruch

Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut.
1Mose 1,31

Keine Sorge, Gott gehört nicht zu den Überfliegern dieser Welt, wo gut nicht gut genug ist. Im Gegenteil! Sein Angebot ist so rund, so schön, so leuchtend, dass es nicht steigerungsfähig ist. Ich frage mich manchmal, warum die Erde kein Tablett oder kein Würfel ist. Ob es daran liegt, dass man eine Kugel nicht bis zu Ende berechnen kann? Wäre Gott das einfach zu platt? Denn die Zahl π, die man zur Berechnung von Kreis und Kugel braucht, ist ohne sichtbares Ende wie das Universum, das sich rasend schnell in alle Richtungen ausbreitet. Und Gott sieht das All und das alles, was ihm brillant gelungen ist. Was muss das für ein Anblick sein!

Gott hat gesprochen, und dann war da, was da sein sollte. Seine Worte wirken wie Werkzeuge. Denn die Dinge des Lebens hat Gott angesprochen und damit angestoßen. Nicht die erste Tat, nicht der erste Tag sind der Anfang, sondern Gottes Idee. Alles, was wir Menschen erdenken, erfinden und erproben, entsteht daraus. Deshalb sind alle Zeiten und alle Zukunft, alles Licht und alles Leuchten, alles Wachsen und alles Werden von diesem Qualitätssiegel Gottes geprägt: „Es war sehr gut.“

Die Schöpfungen der Geschöpfe sind anders. Da kann auch das Beste zur Pest werden und das Schönste zum Schnöden verkommen, trotz edelster Absichten. Fluch und Segen wohnen oft Haustür an Haustür. Warum? Der Anfang war perfekt und Gottes Gabe ist unübertroffen, doch vermutlich fehlt uns der Blick Gottes. Er sieht seine Schöpfung mit Liebe ansieht. Ja, es war sehr gut, und es wird auch wieder sehr gut. Nicht weil wir Menschen plötzlich mit der Welt sorgsamer umgehen und aufmerksamer aufeinander achten – obwohl das so wichtig ist! Das ist aber nur die Basis, nicht das Ziel. Damit es sehr gut wird wie am Anfang, brauchen wir Gottes Liebe, die alles umspannt – unberechenbar und unbeirrbar.

 

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