Monatsspruch

Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus

2. Thess 3,5

Der Wind ist vom Luftdruck, das Segelboot vom Wind und der Segler ist vom Boot abhängig. Ohne Wind keine Fahrt, ohne Fahrt keine Ankunft. Das ist so klar wie das Blau des Meeres. Doch um zum Ziel zu finden, reicht das noch nicht. In der Antike orientierte man sich an den Sternen oder Leuchttürmen, sofern sie zu sehen waren. Im 12.Jh. kannte man den Kompass und im 18. Jh. den Sextanten. Heute schwebt über allem ein Netz aus Satelliten und Peilsendern zur Positions- und Richtungsbestimmung.

Auch das Lebensschiff muss navigieren, um nicht zu kollidieren oder zu kolabieren. Viele segeln hübsch im Wind der Zeit, aber nicht zum Ziel. Viele lassen sich von den leise plätschernden Wellen des Beifalls treiben, aber nicht von der Liebe. Und viele lieben die warmen Ströme des Geldes. Boot oder Boje? Das ist die Frage. Dabei ist es so gut, nicht in endloser Zufälligkeit zu ankern, sondern gegen den Wind zu segeln, das haben die Menschen schon vor Jahrtausenden verstanden. Neue Weiten und Welten wurden entdeckt. Das Leuchtfeuer der Liebe Gottes, der Kurs auf die Welt Gottes, geben die Richtung an. Der Kompass ist das Herz, der Polarstern ist die Ewigkeit.

Dabei bläst ein kräftiger Wind über die aufgetürmten Wellen und in die Ohren: „Gott ist eine uralte Illusion und Glaube eine veraltete Institution. Wer braucht die schon?“ Ja, man kann sich eben auch irren und solche dahingepustete Parolen für eine echte Windenergie halten. Clever gegen den Wind kreuzt man aber mit dem Kreuz von Golgatha. Sichtbar für alle und für alle Zeit und für alle Hölle ist dort Gottes Liebe. Hingegeben, hingegossen, hingehaucht hat Jesus sein Leben, damit wir leben. Er ist das Ziel. Er ist die Zukunft.