Neukirchener Kalender

Heutiges Kalenderblatt

Seit der Neukirchener Kalender 1890 zum ersten Mal erschien, ist er für viele Menschen weltweit eine unverzichtbare Hilfe, den Kontakt zu Gott nicht zu verlieren. In zwei Texten wird über den aktuellen Abschnitt der Ökumenischen Bibellese nachgedacht – der geistliche Impuls für den Tag wird durch ein Beispiel, eine Erzählung oder ein Gebet veranschaulicht. Tipps zu empfehlenswerten Büchern, Hinweise zu besonderen Personen der Kirchengeschichte und passende Liedangaben ergänzen die Andacht. Inzwischen gibt es den Neukirchener Kalender in unterschiedlichen Abreiß- und Buchausgaben und natürlich auch digital.

Das Zeichen, das Abrahams Knecht von Gott erbeten hatte, war glasklar (Kap. 24,12ff). Nun gibt es keinen Grund, die Brautwerbung noch hinauszuzögern. Denn es gibt für den Mann keinen Zweifel mehr, die richtige Frau für Isaak gefunden zu haben. Darum möchte er schon am nächsten Morgen aufbrechen und zusammen mit Rebekka die Rückreise antreten. Verständlich, dass die Familie darum bittet, den Aufbruch noch ein paar Tage hinauszuzögern – schließlich bedeutet das einen Abschied für immer. Doch der Knecht drängt auf raschen Aufbruch. Auch wenn diese Form der Heiratsvermittlung damals üblich war, wird Rebekka in die Entscheidung mit einbezogen.
Wenn Gott zu einem Vorhaben seine Gnade gegeben hat, dann bedeutet es, dass wir nicht mehr zögern müssen, sondern Vertrauen haben dürfen wie Rebekka. Statt Entscheidungen auf die „lange Bank“ zu schieben, „des Teufels liebstes Möbelstück“ (P. Deitenbeck), wollen wir lieber ein klares Ja wagen.

Der gute Rat einer Heirat

Im 19. Jahrhundert wurden viele junge Missionare unverheiratet nach Afrika oder Asien gesandt. Partnerschaften während der theologischen Ausbildung waren damals nicht üblich. Daher übernahmen die heimatlichen Missionsleitungen oft die Brautvermittlung. Gläubige junge Frauen, die sich freiwillig gemeldet hatten und zu den jeweiligen Kandidaten passend erschienen, wurden zu ihren künftigen Ehemännern ausgesandt. Wie bei einem „Blind Date“ begegneten sie sich dann zum ersten Mal persönlich und heirateten in der Regel kurz darauf auch. Was uns heute unvorstellbar erscheint, führte im 19. Jahrhundert dennoch häufig zu glücklichen und dauerhaften Ehen. Ein entscheidender Grund mag darin zu sehen sein, dass sich die Brautleute in ihrer ganzen Lebensgestaltung bewusst der Führung Gottes überließen. Sie sahen in ihrer Ehe den ihnen von Gott zugewiesenen Platz und nahmen ihn mutig an.

MONATSSPRUCH JUNI 2023:
Gott gebe dir vom Tau des Himmels
und vom Fett der Erde und Korn
und Wein die Fülle.
1. Mose 27,28

Bibellese

F: 1. Mose 24,50–67 · K: Apostelgeschichte 11,1–18

Lied

Herr Jesu, Gnadensonne

EG 404 GL 335 ErG (211)

Spendenprojekt - Lernen im Freien: GRÜNES KLASSENZIMMER

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