Neukirchener Kalender

Heutiges Kalenderblatt

Seit der Neukirchener Kalender 1890 zum ersten Mal erschien, ist er für viele Menschen weltweit eine unverzichtbare Hilfe, den Kontakt zu Gott nicht zu verlieren. In zwei Texten wird über den aktuellen Abschnitt der Ökumenischen Bibellese nachgedacht – der geistliche Impuls für den Tag wird durch ein Beispiel, eine Erzählung oder ein Gebet veranschaulicht. Tipps zu empfehlenswerten Büchern, Hinweise zu besonderen Personen der Kirchengeschichte und passende Liedangaben ergänzen die Andacht. Inzwischen gibt es den Neukirchener Kalender in unterschiedlichen Abreiß- und Buchausgaben und natürlich auch digital.

Was ist geschehen, dass Gott zu dem Entschluss kommt, sich Jerusalem wieder zuzuwenden? Noch leben viele Menschen aus Juda in der Verbannung, weit weg von der Heimat. Sacharja sieht in seiner ersten Vision Rosse und Reiter. Es sind Gottes Engel, die nur Stillstand feststellen können (V. 11), und für Israel gibt es noch keine Hoffnung. Da ruft der Engel des Herrn: „Willst du dich nicht wieder erbarmen?“ – Nun soll sich alles ändern. Denn Gott gibt sein Volk nicht auf, auch wenn es lange Zeit so aussieht. Er wendet sich ihm erneut zu und schenkt ihm mit der Rückkehr nach Jerusalem unter persischer Herrschaft einen Neuanfang. Immer wieder ist es Gott, der den ersten Schritt macht, um die Beziehung zu seinem Volk, zu uns Menschen zu erneuern – mit Barmherzigkeit. Der Grund liegt nicht auf Seiten der Menschen, sondern in Gott selbst. Es ist seine Barmherzigkeit, die ihn in Bewegung setzt hin zu uns Menschen. Und in Jesus wendet er sich allen Menschen vorbehaltlos zu.

Der erste Schritt

Es ist schnell passiert. Eine Entscheidung in der Familie führt zu Streit und zum Abbruch der Beziehungen. Kein Kontakt, keine Begegnung über Monate und Jahre. Doch dann kommt ganz plötzlich und unerwartet ein Anruf. Es folgt ein schwieriges Gespräch mit Vorwürfen und Verletzungen, Angriff und Verteidigung. Am Ende steht ebenso unerwartet die Vereinbarung eines Besuches – der erste Schritt eines langen Weges, sich erneut einander zuzuwenden, sich zu begegnen und miteinander zu reden. Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Wer immer den ersten Schritt tut, folgt damit dem Vorbild Jesu, der nicht müde wurde, auf Menschen zuzugehen, sie anzurühren und zu heilen, sie anzusprechen und auf den Weg Gottes zu rufen. Wann immer wir meinen, jetzt sei aber der andere dran sich zu bewegen, sollten wir ohne Zögern selbst den ersten Schritt tun und damit den Spuren Gottes folgen.

LESETIPP:
Dorothee Döring: Das war’s. Wenn erwachsene Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen. 160 S., Pb., 12,90 € (Paulinus Verlag). – Wenn sich Kinder von ihren Eltern lossagen, ist das für betroffene Eltern ein Schock. Der Ratgeber zeigt die vielfältigen Ursachen für Kontaktabbrüche, die zur „Sendepause zwischen den Generationen“ führen. Dorothee Döring gibt Hilfestellung und vermittelt Trost und Zuversicht.

Bibellese

F: Sacharja 1,7–17 · K: Hebräer 10,32–39

Lied

Ich heb mein Augen sehnlich auf

EG 296 GL (513) ErG (78)

Spendenprojekt - Mitten drin statt nur dabei.

Kalender kaufen

Unsere Kalender-APPS für Android und iOS