Neukirchener Kalender

Heutiges Kalenderblatt

Seit der Neukirchener Kalender 1890 zum ersten Mal erschien, ist er für viele Menschen weltweit eine unverzichtbare Hilfe, den Kontakt zu Gott nicht zu verlieren. In zwei Texten wird über den aktuellen Abschnitt der Ökumenischen Bibellese nachgedacht – der geistliche Impuls für den Tag wird durch ein Beispiel, eine Erzählung oder ein Gebet veranschaulicht. Tipps zu empfehlenswerten Büchern, Hinweise zu besonderen Personen der Kirchengeschichte und passende Liedangaben ergänzen die Andacht. Inzwischen gibt es den Neukirchener Kalender in unterschiedlichen Abreiß- und Buchausgaben und natürlich auch digital.

Dieser unvergleichliche Satz war den Urchristen so wichtig, dass er im Glaubensbekenntnis aufgenommen wurde: „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“. Es ist ein Bekenntnis zur universalen, alle Zeiten, alle Höhen und Tiefen, den Himmel, die Erde und das Reich des Todes umspannenden Bedeutung Jesu Christi. Jesus ist ja nicht nur für uns Lebende am Kreuz gestorben. Das wäre viel zu kleinlich gedacht. Der Geist seiner Liebe strahlt sogar bis zu den Toten. Denn was ist mit den Toten, die plötzlich dahingerafft wurden, ohne dass sie noch um Vergebung bitten konnten? Was ist mit dem Verbrecher am Kreuz, der Jesus noch sterbend lästerte? Und was ist gar mit denen, die lange vor Jesu Zeit in der Sintflut ertrunken sind? Der Geist von Jesu Auferstehung reicht so weit, dass Jesus in diesem Geist auch zu denen hingeht und sie mit seinem Wort berührt, die wir schon längst verloren gegeben haben. Ihm aber sind sie nicht verloren! Dank sei dir, Herr Jesus Christus!

Total tot?

In einem Interview wurde der Schauspieler Til Schweiger einmal gefragt, was er über Verstorbene denkt. Das Erstaunliche: Er meint, dass er Menschen, die ihm besonders nahe waren, glaubt wahrnehmen zu können. „Da spüre ich die Energie“, sagt er. Dabei ist er kein gläubiger Mensch, auch wenn er es gern wäre, wie er sagt.
Um zu wissen, dass das Ende nicht der Tod ist, muss man nicht mit Christus leben. Genau wie in den tief verwurzelten Religionen Afrikas oder Ozeaniens gibt es auch in Europa viele Menschen, die fest überzeugt sind, dass die Verstorbenen irgendwie weiterexistieren. Bis auf wenige Ausnahmen schweigt die Bibel zu diesem Thema, und das aus gutem Grund. Doch um zu wissen, dass nicht der Tod, sondern Jesus Christus das Ende ist, reicht es, dass wir ihm vertrauen, dass wir ihn heute hören, dass wir ihm die Türen unserer Herzen weit aufmachen.

LESETIPP:
Stefan Zweig: Händels Auferstehung. 96 S., geb., 15,00 € (Patmos). – Stefan Zweigs bewegende Erzählung über die Entstehung des „Messias“ von Georg Friedrich Händel ist voller Hoffnung und Leidenschaft, erfüllt vom Glauben an eine schöpferische Kraft, die stärker ist als der Tod. Neben der Erzählung enthält dieses Buch das vollständige Libretto des „Messias“.

Bibellese

F: 1. Petrus 3,18–22 · K: Johannes 12,44–50

Lied

Heut triumphieret Gottes Sohn

EG 109 GL (115) ErG 470

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