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Die letzte Chance für Deniz

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Durch gezielte erlebnispädagogische Aktivitäten aus Bildung und Kultur soll die Integration in die Bürgergesellschaft forciert werden. Wichtig ist eine Freizeitgestaltung, die Raum für Freude, positive Kontakte und neue Erlebniswelten erschließt.

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Anti-Gewalt-Trainigs

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Durch gezielte erlebnispädagogische Aktivitäten aus Bildung und Kultur soll die Integration in die Bürgergesellschaft forciert werden. Wichtig ist eine Freizeitgestaltung, die Raum für Freude, positive Kontakte und neue Erlebniswelten erschließt.

70 % finanziert

Die letzte Chance für Deniz

Für Deniz* beginnt der Tag um 6:45 Uhr. Der Wecker ist unnachgiebig. Zehn Minuten später steht Deniz in der großen Küche des alten Bauernhauses und bereitet das Frühstück vor. Teller, Tassen, Besteck, Brot, Marmelade. Routiniert stellt er alles auf den Tisch, an dem in wenigen Minuten sechs Jungen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren mit ihren Betreuern sitzen werden. Das alles klingt nicht ungewöhnlich, ist es aber bei genauer Betrachtung der Lebensumstände von Deniz.


Deniz lebte mit seiner fünfköpfigen Familie in Köln. Die Mutter war an Multipler Sklerose erkrankt, der Vater wegen Schichtarbeit kaum zu Hause. Schulden drückten, der älteste Bruder war schon lange drogenabhängig, die 15-jährige Schwester im vierten Monat schwanger. Deniz zog es raus, auf die Straße im tristen Kölner Vorort.

 

„Es hat mich auf die Straße gezogen, sie wurde mein Ersatz für Zuhause. Die Menschen dort passten auf mich auf, sie klopften mir auf die Schulter und sie trauten mir was zu. Wir teilten und ich hatte eine Aufgabe. Irgendwie war mir schon klar, dass Klamotten oder CDs zu klauen nicht in Ordnung war. Auf der anderen Seite konnte ich aber meinen Kumpels damit eine Freude machen oder durch den Verkauf der Sachen Geld verdienen - mir ging es richtig gut.“


Deniz wurde beim Diebstahl erwischt. Nach dem achten Aufgriff zog ein Jugendrichter die Notbremse: Deniz drohte Untersuchungshaft, da jetzt auch Körperverletzung dazukam. Gemeinsam mit der Jugendgerichtshilfe wurde nach einer Alternative gesucht und mit dem UHaft-Vermeidungsprogramm „Stop & Go!“ gefunden, das der Neukirchener Erziehungsverein seit nunmehr zehn Jahren anbietet.


„Permanenter Leistungsdruck, fehlende Zukunftsperspektive, seelische Erkrankungen und finanzielle Notlagen scheinen immer häufiger viele Kinder und Jugendliche nach Alternativen suchen zu lassen, die Halt und Geborgenheit versprechen. Das führt meist unweigerlich in eine Spirale abwärts. Es verfestigt sich in einer Lebenswelt am Rande unserer Gesellschaft. Mangelnde Erziehung der Eltern oder unseres Bildungssystems, unsichere Bindungen oder fehlende positive Vorbilder tragen dazu bei, dass Jugendliche keine Fähigkeit zur positiven Perspektivübernahme entwickeln.“


Sabrina van Bragt ist die Bezugsbetreuerin von Deniz in der Einrichtung und bereitet zusammen mit ihren Kollegen ihren Schützling auf die Hauptverhandlung vor. Sie wird ihn auch dorthin begleiten. Deniz lebt nun für die Zeit bis zur Hauptverhandlung auf einem abseits gelegenen Bauernhof in einem sehr engen Korsett aus strengem Zeitplan, strikten Hausregeln, Verhaltens- und Arbeitstrainings, Schule. Das Konzept von „Stop & Go!“ beschreibt, wie wichtig Kommunikation, Konfrontation und Kooperation sind. Durch die Auseinandersetzung mit dem Arbeitsmodell besteht für die Jugendlichen

die Chance, ihr aktuelles Leben zu beleuchten und eine angemessene Perspektive für die Zeit nach der Hauptverhandlung zu entwickeln.


* Zum Schutz der Persönlichkeit haben wir den Namen geändert.

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Der Neukirchener Erziehungsverein ist ein evangelisches Sozialwerk in der Kinder- und Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe.

Als einer der größten Jugendhilfeträger in Deutschland betreuen der Erziehungsverein und die Tochtergesellschaft Paul Gerhardt Werk in Berlin und Brandenburg über 3800 Kinder, Jugendliche und deren Familienangehörige in zehn Bundesländern. In den Ambulanten Hilfen bieten wir Familien unterstützende Hilfen an. Dazu gehören auch Möglichkeiten der Frühförderung bei sozial schwachen Familien. Kinder, die in Regelschulen nicht zurechtkommen, unterrichten wir in unserem Förderschulverbund oder in heilpädagogischen Tagesgruppen.Traumatisierende Gewalterfahrungen können einige der Gründe sein, weshalb Kinder nicht mehr bei ihren Familien leben können. Ihnen geben wir ein neues Zuhause, zum Beispiel in unserem Neukirchener Kinder- und Jugenddorf oder anderen stationären Einrichtungen. Wir greifen auch auf Erziehungsstellen, Familiengruppen und Projektstellen zurück. Mit Angeboten des Betreuten Wohnens begleiten wir Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben.

In der Altenhilfe ist der Erziehungsverein seit den 1980er Jahren verstärkt tätig. In drei stationären Seniorenpflegeeinrichtungen, zwei Tagespflegen und der ambulanten Diakoniestation erhalten pflegebedürftige Menschen professionelle Pflegeangebote und Unterstützung.

In verschiedenen Wohngruppen und –heimen der Behindertenhilfe betreut der Erziehungsverein zudem Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit unterschiedlichen geistigen und schwerstmehrfachen Behinderungen. Angeboten werden auch Entlastungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, die in ihren Familien leben.

 

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